12. Juli 2013. Deutliche Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer, Kostenrahmen eingehalten, Baustelle vier Monate früher abgeschlossen als geplant – eine rundum positive Bilanz zogen Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtbaurat Christof Nolda bei der offiziellen Freigabe der umgebauten Loßbergstraße und Heßbergstraße in Kirchditmold. „Dass die Bauarbeiten trotz der langen Winterpause innerhalb eines Jahres beendet wurden zeigt, wie kompetent und zielorientiert die beteiligten Baufirmen, aber auch unser Straßenverkehrs- und Tiefbauamt das Bauvorhaben umgesetzt haben“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Der Umbau ist ein „weiterer Schritt unserer Bemühungen, gleichwertig gute Bedingungen für alle Fortbewegungsmittel zu schaffen“, ergänzte Stadtbaurat Nolda.
Von dem 5,5 Millionen Euro teuren Umbau der Loßberg- und der Heßbergstraße profitieren Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen:
Die Situation für Autofahrer wurde unter anderem verbessert, indem eine separate Abbiegespur im Kreuzungsbereich Zentgrafenstraße angelegt wurde. Abbiegende Fahrzeuge halten nun nicht mehr die Autofahrer auf, die geradeaus fahren wollen. Zudem kann der Linksabbieger von der Loßbergstraße in Richtung Berliner Brücke durch die zusätzliche Anlage einer Geradeausspur besser abfließen.
Die Ampeln an den Kreuzungen Teichstraße/Loßbergstraße/Heßbergstraße und Loßbergstraße/Zentgrafenstraße wurden erneuert und die Verkehrssteuerung optimiert Die Signalanlagen auf dem Abschnitt Loßbergstraße-Heßbergstraße werden von der Signalanlage Bruchstraße bis zur Signalanlage Raabestraße in beide Richtungen koordiniert, so dass bei normalem Verkehrsaufkommen eine Grüne Welle existiert. Die Leistungsfähigkeit der Straßen konnte dadurch wesentlich erhöht werden. Die Resonanzen von Verkehrsteilnehmern sind überwiegend positiv.
Die Situation für Fußgänger wurde wesentlich verbessert, indem durchgehende Gehwege in ausreichender Breite von mindestens zwei Metern angelegt wurden. An den Kreuzungen gibt es nun auf allen Seiten behindertengerechte Fußgängerfurten mit einem Leitsystem. Eine zusätzliche Fußgängerampel wurde in der Loßbergstraße in Höhe der Bruchstraße errichtet. Dadurch können Fußgänger unter anderem die neue Regiotram-Haltestelle „Kirchditmold“ in der Christbuchenstraße sowie die Bus- und Straßenbahnhaltestelle „Teichstraße“ besser und sicherer erreichen.
Auch die Radfahrer profitieren von dem Umbau: Es stehen nun durchgehende Radverkehrsanlagen zur Verfügung, die eine Lücke im Radverkehrsnetz schließen. Viele Radfahrer nutzen auch die Querverbindung durch die Kleingartenanlage zwischen Zentgrafenstraße und Berliner Brücke. Dieser Weg wurde attraktiver, da er asphaltiert und die Steigung der Rampe von mehr als 20 auf acht Prozent reduziert wurde.
Für die Umgestaltung dieses Bereiches mussten 52 Bäume gefällt werden. Im Zuge der Bauarbeiten werden jedoch 55 neue Bäume und Sträucher gepflanzt. Einige wurden bereits im Frühjahr gepflanzt, die restlichen folgen im Herbst.
Oberbürgermeister Hilgen und Stadtbaurat Nolda bedankten sich am Freitag nicht nur für die außerordentlich gute Arbeit der Verwaltung und der Baufirmen. Ihr Dank galt auch den Anwohnern, Geschäftsleuten und den Verkehrsteilnehmern, die in den vergangenen Monaten durch die Baustelle stark beeinträchtigt worden waren. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir die Bauarbeiten vier Monate vor dem geplanten Termin beenden konnten“, sagte Stadtbaurat Nolda.
Mit den umfangreichen Straßenbauarbeiten hatte die Stadt im Juni 2012 begonnen. Insgesamt wurden 7.000 Kubikmeter Erdreich bewegt, 11.000 Quadratmeter Asphaltflächen und 4.000 Quadratmeter Pflasterflächen hergestellt. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei etwa 5,5 Millionen Euro und damit innerhalb des ursprünglich erwarteten Kostenrahmens. Vor Beginn der eigentlichen Straßenbauarbeiten sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig gewesen. So wurde die Trafostation der KVG an die Schanzenstraße verlegt und die alte Station an der Loßbergstraße, wie auch die ehemalige Tankstelle und ein Wohnhaus in der Zentgrafenstraße abgebrochen. Die Städtische Werke Netz + Service GmbH erneuerte Stromleitungen, KASSELWASSER erneuerte und sanierte Kanalleitungen. Unter Regie der KVG wurde die Straßenbahnoberleitung in der Teichstraße erneuert und Instandhaltungen am Gleiskörper ausgeführt.
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