Kassel 1100 – Predigtreihe „Gottesdienst märchenhaft“ beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Grimms Märchen und der Bibel

16. Juli 2013. Mit zahlreichen Aktionen beteiligen sich die christlichen Kirchen am 1100-jährigen Jubiläum der Stadt Kassel: Mit einer Vortragsreihe und Buchveröffentlichung zur „Geschichte der Religionen in Kassel“, mit dem Glockenspielfestival rund um die Karlskirche, mit kirchenmusikalischen Konzerten und mit einer Ausstellung zum weltberühmten Komponisten Johann Sebastian Bach und seinem Verhältnis zur Bibel. Ein in seiner Art und Weise einzigartiges Projekt ist die Predigtreihe mit dem Titel „Gottesdienst märchenhaft“, in deren Zentrum die Betrachtung der Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm steht. Vom 14. Juli bis 18. August 2013 wird an sechs Sonntagen jeweils um 10 Uhr ein Märchen im Gottesdienst in der Kasseler Martinskirche erzählt.

Bei der Veranstaltungsreihe geht es im Wesentlichen um die Frage, welche Verbindung zwischen den Grimmschen Märchen und der Bibel besteht. Oberflächlich betrachtet lässt sich eines mit Gewissheit sagen: Märchen und Bibel sind keine reinen historischen Berichte, sondern ursprünglich mündliche Erzählungen, die Erfahrungen von Menschen enthalten. Bibeltexte thematisieren den Weg zu Gott, Märchen den Weg des Menschen zu sich selbst. „Als ich mich intensiver mit den Märchen beschäftigte, sind mir ständig parallele Bibeltexte eingefallen. Vor allem die Verwendung von gleichen Symbolen ist ein hervorstechendes Merkmal beider Textgattungen“, sagt Dr. Willi Temme, Pfarrer an der Martinskirche und Initiator der Predigtreihe. Doch letztlich gehe es sowohl im Märchen als auch in der Bibel um weitaus mehr. „Es geht um Fragen wie: Was von dem Märchen und der Bibel finde ich in meinem Leben wieder? Welche Symbolik hat mich angesprochen?“, erläutert Temme.

Neben dem 1100-jährigen Jubiläum der Stadt Kassel gibt es einen weiteren Anlass für die Predigtreihe. Unter dem Titel „GRIMM 2013“ feiert Kassel mit einem umfangreichen kulturellen Veranstaltungsprogramm 200 Jahre Grimms „Kinder- und Hausmärchen“. Überhaupt besteht ein enger Zusammenhang zwischen der nordhessischen Stadt und dem Leben und Werk der beiden Brüder. Zwischen 1798 und 1841 verbrachten sie gut dreißig Jahre in Kassel. Hier arbeiteten sie als Bibliothekare, hier sammelten, dokumentierten und überarbeiteten sie rund 200 Märchen und Sagen. „Kassel kann stolz darauf sein, dass diese einzigartige Weltliteratur, die man in China nicht weniger kennt als in Australien, bei uns entstanden ist“, sagt Temme.

Weitere Termine zur Predigtreihe in St. Martin:

21. Juli: Hans im Glück, Dekan Jürgen Renner, Kassel

28. Juli: Rumpelstilzchen, Prof. Dr. Dietrich Stollberg, Fürth

4. August: Hänsel und Gretel, Pfarrerin Ute Zöllner, Kassel

11. August: Rapunzel, Pfarrerin Uta Feußner, Kassel

18. August: Gevatter Tod, Propst i. R. Reinhold Kalden, Melsungen

Kontakt/Fragen: Stadt Kassel, Büro 1100, Obere Königsstraße 8, Zimmer H 221, 34117 Kassel, Telefon 05 61/7 87-20 13, E-Mail: 2013@stadt-kassel.de, www.kassel-1100.de

Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, BLZ: 520 503 53, Konto: 2244, Verwendungszweck: Stadtjubiläum

Zum Hintergrund: Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. im damaligen Chassalla oder Chassella zwei Urkunden – die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Ausgehend vom Datum dieser sogenannten Ersterwähnungsurkunden feiert die Stadt im Jahr 2013 ihre 1100-jährige Geschichte.

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Predigtreihe "Gottesdienst märchenhaft"

Predigtreihe Austragungsort der Predigtreihe „Gottesdienst märchenhaft“: Die Kasseler Martinskirche (hier der Blick aus dem Glasgang). Foto: Steffen Ackermann


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