Stadträtin Anne Janz: Kassel erfüllt Rechtsanspruch bei Betreuung der unter dreijährigen Kinder

18. Juli 2013. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahre kann in Kassel zum 1. August dieses Jahres umgesetzt werden. Das erklärte die für Jugend und Familie zuständige Stadträtin Anne Janz während eines Pressegesprächs im Kasseler Rathaus. „Wir haben ein ambitioniertes Ziel erreicht“, sagte Janz. „Das war ein enormer – auch finanzieller Kraftakt - der allen Beteiligten viel abverlangt hat“. Zurzeit kann allen Kindern unter drei Jahren, deren Eltern einen Bedarf für die Betreuung in einer Kindertagesstätte oder in der Tagespflege angemeldet haben, ein Platz zur Verfügung gestellt werden.

Der Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter dreijährige Kinder ist für die Stadt Kassel eine zentrale Aufgabe: Qualifizierte Betreuungsplätze zu schaffen, ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels von großer Bedeutung für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Bildungschancen der Kinder. „Ich bin dankbar, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten so hervorragend geklappt hat“, erklärte Stadträtin Janz.

Nach dem Kinderförderungsgesetz besteht bundesweit ab 1. August 2013 für alle Kinder zwischen dem vollendeten ersten und vollendeten dritten Lebensjahr ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Danach benötigt die Stadt Kassel 1330 Plätze in Gruppen und 370 Plätze in der Tagespflege. In den vergangenen Monaten wurden in der Stadt Kassel zusätzliche 250 Plätze in Kita-Gruppen und 50 zusätzliche Plätze in der Tagespflege geschaffen. 45 zusätzliche Stellen sind dafür bei der Stadt und den freien Trägern geschaffen worden.

Um die baulichen Voraussetzungen zu schaffen, wurden bisher allein mehr als 2,2 Mio. Euro in die bauliche Erweiterung der städtischen Kasseler Kindertagesstätten investiert. Beim Ausbau der Betreuungskapazitäten arbeitete die Stadt sehr eng mit den Freien Trägern zusammen. Primär entstanden die neuen Plätze in deren Kindertagesstätten. In die bauliche Erweiterung städtischer Kindertagesstätten investiert die Stadt nur, wenn dies zwingend erforderlich oder aber durch die Nutzung von Synergien etwa mit benachbarten Grundschulen sinnvoll ist.

Um den notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung fortzusetzen, ist es laut Kassels Jugend-dezernentin Anne Janz erforderlich, das Bund und Land den Kommunen auch künftig weiter Geld zur Verfügung zu stellen. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Jahren weiter eine steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen haben werden. Dies gilt für alle Altersgruppen, insbesondere aber auch für die Betreuung der Grundschulkinder, wo wir seit Jahren eine wachsende Nachfrage haben.“

Hintergrund

Für die Betreuung unter Dreijähriger bietet die Stadt Kassel bereits jetzt verschiedene Betreuungsformen wie Krippe, Tagespflege und altersgemischte Gruppen an. In diesen stehen Plätze für unter dreijährige Kinder zur Verfügung, deren Eltern berufstätig sind, eine Ausbildung aufnehmen, an einer Weiterbildungsmaßnahme des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit teilnehmen oder aus sozialen bzw. pädagogischen Gründen eine Betreuung benötigen. Diesen Eltern können zwar nicht ausschließlich wohnungsnah, jedoch immer zeitnah Plätze in einer der Betreuungsformen angeboten werden.

Betreuungsangebote suchen kann man in einem speziellen Angebot auf der Internetseite der Stadt Kassel: https://wwwsvc1.stadt-kassel.de/webkita/start?3. Mit dem Onlineservice haben die Eltern die Möglichkeit, sich umfassend über die Kindertageseinrichtungen in Kassel zu informieren. Sie können mit unterschiedlichen Suchfunktionen nach Betreuungsangeboten suchen und, wenn Sie an Betreuungsangeboten interessiert sind, können sie online eine Registrierung für einen Betreuungsplatz ihres Kindes in einer oder mehreren Einrichtungen abgeben. Informationen erhalten Sie aber auch beim Jugendamt der Stadt Kassel unter 0561/ 787 – 787.

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