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Magdeburg, 18. Juli 2013
Egon Bahr mit Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet
Festakt im Dom zu Magdeburg

Ottostadt Magdeburg.

Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den Bundesminister a.D. und langjährigen Wegbegleiter Willy Brandts Prof. Egon Bahr mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt. Der Festakt fand im Dom zu Magdeburg an der Grablege Ottos I. statt. Die Laudatio auf den Preisträger sprach Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Bundesminister a.D.

 

Mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg würdigen das Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto unddie Ottostadt Magdeburg das außerordentliche Engagement Egon Bahrs für eine Politik der Völkerverständigung und der europäischen Einigung. Mit Egon Bahr ehrt die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts einen großen Politiker, der sich durch sein Wirken während des Kalten Krieges und im darauffolgenden Annäherungsprozess zwischen Ost und West in besonderer Weise um die europäische Einigung und die Völkerverständigung in Europa verdient gemacht hat. „Als einer der entscheidenden Vordenker und Mitgestalter der Ostpolitik der Regierung Brandt haben Sie maßgeblich zur Annäherung zwischen Ost und West beigetragen und den seinerzeit fragilen Frieden in Europa stabilisiert“, würdigte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper den Preisträger in seiner Rede.

 

Von 1972 bis 1974 war Egon Bahr Bundesminister für besondere Aufgaben und von 1974 bis 1976 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Auch in diesen Funktionen hat er sich – ganz im Sinne des Statutes zum Kaiser-Otto-Preis – „in herausragender Weise um die Verständigung unter den europäischen Völkern verdient gemacht“. „Wandel durch Annäherung“ – Idee und Konzept zu einer Öffnung der Bundesrepublik in Richtung Osteuropa, zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit insbesondere zwischen den beiden deutschen Staaten stammten von Egon Bahr. Das Konzept „Wandel durch Annäherung“ wurde das Fundament der Europa-Politik der Regierung Brandt und ebnete letztlich den Weg zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990. Daran erinnerte OB Trümper in seiner Rede und hob zugleich hervor, dass die erfolgreiche Entwicklung Magdeburg in den zurückliegenden Jahrzehnten ohne diese Wiedervereinigung nicht denkbar gewesen wäre.

 

Die Entscheidung über den Preisträger des zum fünften Mal vergebenen Kaiser-Otto-Preises der Landeshauptstadt Magdeburg hat ein Preiskomitee unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper getroffen. Vergeben wird der Kaiser-Otto-Preis von der gleichnamigen Kulturstiftung, die als erste kommunale Stiftung Magdeburgs am 17. April 2003 gegründet wurde. Der Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen eines Festaktes im Dom zu Magdeburg überreicht. Der Preisträger und der Laudator tragen sich im Rahmen des Festaktes auch in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.

 

 

Die Kulturstiftung Kaiser Otto

Die Entscheidung, in Magdeburg eine Kulturstiftung zu gründen, die den Namen Ottos des Großen trägt, entstand bereits nach der erfolgreichen Europaratsausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ 2001. Die Kulturstiftung Kaiser Otto wird von der Landeshauptstadt und der Stadtsparkasse Magdeburg gemeinsam getragen.

 

Neben der Auslobung des Kaiser-Otto-Preises fördert die Stiftung vor allem Vorhaben, die Magdeburg als eine bedeutende europäische Metropole des Mittelalters überregional bekannt machen.

 

 

Der Kaiser-Otto-Preis

Mit dem Kaiser-Otto-Preis werden alle zwei Jahre international bedeutende Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die europäische Verständigung – von der auch die neuen Bundesländer und Magdeburg profitiert haben –  verdient gemacht haben.

 

Der Preisträger erhält eine repräsentative Urkunde und eine Bronzemedaille in einer Schmuckschatulle. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Preisträgers, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wird die Medaille vom Hallenser Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.

 

 

Bisherige Preisträger

Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wurde zum ersten Mal im Jahr des 1200jährigen Stadtjubiläums (2005) an den Bundespräsidenten a.D., Dr. Richard von Weizsäcker verliehen. 2007 wurde die damalige Staatspräsidentin der Republik Lettland, Frau Prof. Dr. Vaira Vike-Freiberga, mit dem Kaiser-Otto-Preis geehrt. Im Jahr 2009 ging der Kaiser-Otto-Preis an den ehemaligen Außenminister der Republik Polen Wladyslaw Bartoszewski. 2011 wurde die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel mit dem Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg ausgezeichnet.

 

 

 



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Stadt Magdeburg
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