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Hanau, 19. Juli 2013
Kita Wolfgang leistet Beitrag zum Klimaschutz
Umweltministerin übergibt Förderbescheid für energetische Sanierung

Die Landesregierung fördert die energetische Modernisierung der Kindertagesstätte Wolfgang mit 161.000 Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich an Stadtrat Andreas Kowol übergeben. „Wir wollen mit dem Förderprogramm die Kommunen bei der umfassenden energetischen  Modernisierung ihres Gebäudebestandes unterstützen“, so die Ministerin. Städte, Gemeinden und Landkreise sollten bei diesem wichtigen Thema eine Vorbildfunktion übernehmen.

Stadtrat Andreas Kowol freut sich über die Finanzspritze aus Wiesbaden. Das Geld fließt in den Ausbau und die Sanierung der Einrichtung,  die derzeit rund 80 Kinder zwischen einem und 14 Jahren besuchen. Rund zwei Millionen Euro werden investiert und 30 zusätzliche Plätze geschaffen. Während der Bauarbeiten werden die Kinder in der Elisabeth-Schmitz-Schule betreut. Die Kindertagesstätte Wolfgang befindet sich im Erdgeschoss eines 1968 errichteten dreigeschossigen Gebäudes in der Friedrich-Fröbel-Straße. Im März hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die acht leer stehenden Wohnungen der zwei oberen Etagen für die Kindertagesbetreuung zu nutzen. Durch den Umbau entstehen im ersten Stock unter anderem drei neue Gruppenräume. Im zweiten Stock werden Räume für Personal und Verwaltung der Kita sowie Büroflächen für das Servicebüro Familientagesbetreuung geschaffen. Das Erdgeschoss erhält einen großzügigen Eingangsbereich. An das  Treppenhaus wird ein Aufzug angebaut, sodass die einzelnen Stockwerke zukünftig barrierefrei erreichbar sind.  Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Sommer 2014  beendet sein.

Um die Kita auch „energetisch fit für die Zukunft  zu machen“, so Stadtrat Andreas Kowol, der auch für den Bereich Klimaschutz zuständig ist, sei es unumgänglich, das betagte Objekt auch energetisch zu ertüchtigen. So werden im Zuge von Aus- und Umbau das Dach, die Fassade und die Fundamente gedämmt, neue Türen und Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung und Sonnenschutzanlagen  eingebaut. „Solche Investitionen in den Klimaschutz tätigen wir seit einigen Jahren, wenn wir unsere Immobilien sanieren und erweitern“, erklärte Kowol. „Mit der Förderung durch das Land Hessen werden wir unsere Anstrengungen zur energetischen Sanierung in den kommenden Jahren noch erhöhen.“

Eine seit Januar geltende neue Förderrichtlinie ermöglicht es Kommunen, beim Land eine Bezuschussung von energetischen Modernisierungen von  kommunalen Gebäuden der sozialen Infrastruktur zu beantragen. „Wir wollen die energetische Sanierungsquote deutlich steigern“, so Ministerin Lucia Puttrich. „Denn gerade im Altbau gibt es große Energie- und damit auch Kosteneinsparpotenziale. Hier in Hanau sehen wir, dass dies auch in Kindertagesstätten möglich ist.“ Nach Abschluss der umfassenden Sanierungsarbeiten sei das Haus auf dem energetischen Standard eines Neubaus.

Insgesamt stehen im Landeshaushalt für die Jahre 2013 und 2014 für dieses Förderprogramm rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird die energetische Modernisierung von kommunalen Gebäuden der sozialen Infrastruktur, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Gemeinschaftshäuser, Bürgerhäuser, Mehrzweckhallen, Stadthallen, Jugendzentren, Altentreffs, Hallenbäder, Sportgebäude und sonstige Kultureinrichtungen sowie von kommunalen Verwaltungsgebäuden. Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden, Landkreise sowie kommunale Zweckverbände in Hessen. Die Richtlinie sieht eine Staffelung der Fördersätze nach der erreichten energetischen Qualität der Maßnahmen vor. „Bei einer umfassenden Modernisierung mit Passivhauskomponenten erhalten die Kommunen eine Förderung von in der Regel 70 Prozent der förderfähigen Kosten, während Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Regel nur mit 30 Prozent gefördert werden“, erläuterte die Ministerin. Die Unterstützung der Kommunen bei der umfassenden energetischen Modernisierung ist Teil des Konzepts zur Umsetzung der Ergebnisse des Hessischen Energiegipfels.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488




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