24. Juli 2013. In einer feierlichen Zeremonie ist am Samstag, 20. Juli, der Luise-Greger-Weg eingeweiht worden. Diesen Namen trägt jetzt der Fußweg im Grünzug entlang der Drusel in Bad Wilhelmshöhe. Stadträtin Anne Janz nahm an der Ecke Wigandstraße die Enthüllung eines der neuen Straßenschilder vor, mit denen die Komponistin und Musikerin, die viele Jahre in Kassel gelebt hat, nun gewürdigt wird. „Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben“, so Janz, „und freue mich, dass es nun zu dieser hochverdienten Ehrung der Kasseler Komponistin gekommen ist“. Die Ortsvorsteherin von Bad Wilhelmshöhe, Anja Lipschik, die sich für die Benennung eingesetzt hat, verwies auf das Wechselspiel zwischen Ortsbeirat und Magistrat, das nötig ist, um solche wichtigen und auch passenden Benennungen zu erreichen: „Bad Wilhelmshöhe, das war Luise Gregers Stadtteil, und sicher ist sie diesen Weg sogar entlang gegangen.“ Bei der Einweihung sprachen auch Dr. Helmuth Greger, der Urenkel der Komponistin, und die Verlegerin Renate Matthei. Beide setzen sich seit Jahren für die bessere Bekanntmachung und Anerkennung der Komponistin und ihrer Werke ein. Entsprechend froh sind sie über die jetzt erfolgte Ehrung. „Es ist uns eine besondere Freude, dass endlich eine Straße in Kassel nach Luise Greger benannt wird.“, so die Furore Verlegerin Renate Matthei.
Auch Musik der Komponistin wurde bei der Feierlichkeit zum Erklingen gebracht: Zum Anlass der Weg-Benennung wurde eine kleine Auswahl von Liedern Gregers für Chor bearbeitet, und vom VocalConsort Kassel unter der Leitung von Martin Forciniti vorgetragen.
Luise Greger (1862-1944) hatte zu Lebzeiten in der deutschen und europäischen Musikwelt einen Namen. Die gebürtige Greifswalderin lebte seit 1894 in Kassel. Bekannt war sie in Kassel durch ihre musikalischen Salons, die fester Bestandteil des Kasseler Kulturlebens jener Zeit waren. Nach ihrem Tod gerieten ihr Werk und Wirken in Vergessenheit.
Luise Greger komponierte über 100 Lieder, welche sie größtenteils im Eigenverlag und teilweise in mehrfachen Auflagen veröffentlichte. Der Großgattung Oper näherte sie sich erst spät; der Klavierauszug ihrer Märchenoper „Gänseliesel“ trägt die Opuszahl 170. Deren erfolgreiche Uraufführung am 10. Dezember 1933 im Stadttheater Baden-Baden dürfte ein besonderer Höhepunkt in ihrem Leben gewesen sein. Nach einer erfolgreichen Neuinszenierung eines Teiles der Oper im letzten Jahr, wird nun eine erweiterte Fassung der „Gänseliesel“ am 7. September 2013 auf der Bühne des Augustinum Kassel zu sehen sein.
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