21. August 2013. Die Stadt Kassel hat sich in den zurückliegenden Jahren hervorragend entwickelt und zählt heute zu den wirtschaftlich dynamischsten Städten Deutschlands. Dazu beigetragen hat auch die gute Kooperation von Stadtverwaltung und privaten Investoren bei Projekten der Stadtentwicklung. Modellprojekte für diese Kooperation werden am heutigen Mittwoch bei der Tagung „Erfolg durch Kooperation! – Zusammenarbeit von Kommunen und Investoren bei Stadtentwicklungsprojekten“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vorgestellt, die im KulturBahnhof in Kassel stattfindet.
„Die gute Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und privaten Investoren bei Projekten der Stadtentwicklung hat in Kassel eine lange und gute Tradition“, erklärt Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Schon immer gehörten mehrere Partner zur Stadtentwicklung: Grundstückseigentümer und Liegenschaftsverwaltung, private Investoren und die Bauverwaltung, die Planungs- und Baurecht schaffe. Oberbürgermeister Hilgen verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren in Kassel - auch mit Hilfe des Landes – eine Reihe von Projekten entwickelt wurden. Er nannte als Beispiel das Kooperationsprojekt Science Park, das derzeit auf dem Campus der Universität Kassel entsteht. Die Universität, so Hilgen, habe maßgeblich zu der guten Entwicklung der Stadt Kassel in den zurückliegenden Jahren beigetragen.
Hilgen: „Kooperationsprojekte müssen in die langfristigen Ziele der Stadtentwicklung eingebunden werden, damit sie zu einer positiven Entwicklung der Stadt beitragen.“ Stadtentwicklung gelinge nicht, wenn die Verwaltung nur die Wünsche der Investoren in Planungs- und Baurecht umsetze. Vielmehr müsse eine starke Stadtverwaltung Leitbilder verfolgen und zielorientiert arbeiten. Eines dieser Ziele sei, die Region Kassel zu einem High-Tech-Standort zu machen, an dem neue Technologien entwickelt werden. Dazu beitragen soll unter anderem ein weiteres Projekt, das bei der Tagung vorgestellt wird: der Neubau eines Institutsgebäudes für das IWES – Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik am Kasseler KulturBahnhof.
An diesem Vorhaben wird eine weitere Bedeutung von Kooperationsprojekten zur Stadtentwicklung deutlich: „Die Entwicklung einer Immobilie ist auch immer mit der Entwicklung des Quartiers als Standort verbunden“, erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda. Der Bau des IWES-Gebäudes auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofes sei ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und zur Stadterneuerung. Mit dem Gelände stehe eine Fläche bereit, die nahe zur Innenstadt und zum Campus der Universität Kassel liege, die mit dem Öffentlichen Personennahverkehr gut zu erreichen sei und die Entwicklungspotential habe, damit sich dort weitere Firmen der Energietechnik im direkten Umfeld zum IWES ansiedeln können.
Kassel verfügt laut Stadtbaurat Christof Nolda über ein ausgeprägtes innerstädtisches Entwicklungspotential, die Stadt sei ein Wohn- und Lebensstandort mit hoher und weiter steigender Qualität. Zentrale Aufgabe der Stadtverwaltung bei Stadtentwicklungsprojekten sei es, Anstöße zu geben, die Kooperation der beteiligten Partner zu organisieren, Prozesse zu moderieren und zu unterstützen. Die Verwaltung der Stadt Kassel verfüge über eine gute und seit Jahren gepflegte Kultur der Entwicklungsplanung, die es ermögliche, auf neue Gegebenheiten und Chancen schnell zu reagieren und die Projekte durch eine gute Planung im Vorfeld möglich zu machen. Als Beispiele hierfür nannte Stadtbaurat Nolda neben dem IWES und dem Science Park auch die Bebauungsplanung für die ehemalige Jägerkaserne, in der Wohn- und Gewerbeflächen realisiert werden sollen, und die Siedlung am Heilhaus in Rothenditmold. Das Land Hessen unterstütze diese Projekte mit Geld aus den Programmen der Städtebauförderung und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Die heutige Tagung in Kassel richtet sich an Vertreter aller hessischen Städte und Gemeinden, Architekten, Planer und Fachbeauftragte, private Akteure lokaler Initiativen und Vereine sowie Vertreter von Interessenverbänden, Investoren und Projektentwicklern. Hintergrund ist, dass es in Zeiten des demografischen und wirtschaftlichen Strukturwandels für Kommunen immer schwieriger wird, ihre städtebaulichen Aufgaben zu erfüllen. Viele Städte setzten gerade bei Großprojekten auf Kooperationsmodelle mit privaten Investoren. Diese erweisen sich jedoch häufig als Herausforderung. So vielfältig die Chancen, so komplex sind die Fragestellungen, wenn es um anspruchsvolle städtebauliche Vorhaben geht. Stadtbaurat Nolda: „Ich freue mich, dass diese Tagung in Kassel stattfindet und wir über unsere guten Erfahrungen berichten können.“
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