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Pressemitteilung vom
22. August 2013
Zusätzliche Unterkunft für Asylbewerber in der Pommernanlage – Zahl der Asylbewerber steigt weiter

Wolfhagen/Kreis Kassel. Die Zahl der in der Pommernanlage in Wolfhagen-Gasterfeld untergebrachten Asylbewerber wird steigen. „Der Kreisausschuss hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir ein weiteres Gebäude in der Pommernanlage für die Unterbringung von Asylbewerbern nutzen können“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert. Die ersten Asylbewerber waren Anfang Februar in die Pommernanlage eingezogen – aktuell sind in einem Mannschaftsgebäude der ehemaligen Pommernkaserne 80 Menschen untergebracht.

Selbert: „Die Kapazität des Gebäudes liegt bei 95 Asylbewerbern und wir erwarten noch mindestens 125 weitere Asylbewerber in diesem Jahr“. Deshalb habe der Kreisausschuss beschlossen, ein weiteres ehemaliges Mannschaftsgebäude mit einer Kapazität von 95 Unterbringungsplätzen als Asylbewerberunterkunft umzubauen.

Die Umbaukosten halten sich, so Selbert weiter, in Grenzen, da die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte gute Voraussetzungen bieten. „Wir müssen im Bereich der Sanitäranlagen Anpassungen vornehmen, Küchen einbauen und Gemeinschaftsräume umgestalten“, erläutert die Vizelandrätin.

 

Durch die zusätzliche Asylbewerberunterkunft können in der  Pommernanlage bis zu 190 Menschen untergebracht werden. Die Asylbewerber werden durch Sozialpädagogen und Hausleiter betreut.

 

 

 

Vizelandrätin Selbert dankt allen Beteiligten für die große Unterstützung der Asylbewerber in Wolfhagen: „Die Mitarbeiter der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft unterstützen uns bei den Baumaßnahmen und der Einrichtung sehr engagiert, der Diakonie-Arbeitskreis Asylbewerber unter Federführung von Dekan Dr. Gernot Gerlach ist eine große Hilfe und auch die Ortsvorsteherin von Gasterfeld, Manuela Matthes, unterstützt unsere Arbeit“.

 

Im Jahr 2013 wurden dem Landkreis Kassel bisher 171 zusätzliche Asylbewerber zugewiesen –  2012 waren es insgesamt 246. Bis Ende des Jahres rechnet der Landkreis mit weiteren 150 zugewiesenen Menschen, so dass allein in diesem Jahr rund 320 neue Asylbewerber untergebracht werden müssen.

 

Insgesamt wohnen aktuell 477 Asylbewerber im Landkreis Kassel. 269 Asylsuchende wohnen in Mietwohnungen, 208 in Unterkünften. Zentraler Bestandteil des Unterbringungskonzepts des Landkreises ist eine intensive Betreuung der zugewiesenen Menschen. „Deshalb haben wir uns auch dafür entschieden, eigene Räumlichkeiten zu nutzen und wie in Wolfhagen Unterkünfte direkt anzumieten“, erläutert Selbert. Der Landkreis habe erfahrene Mitarbeiter als sozialpädagogische Betreuer für diese Aufgabe ausgewählt.

 

„Unser Unterbringungskonzept sieht vor, dass die uns zugewiesenen Asylsuchenden so bald wie möglich eine eigene Wohnung im Landkreis anmieten“, so Selbert weiter. Dies erleichtere die Integration „ganz erheblich“. Deshalb seien die Unterkünfte nicht als Dauerlösung geplant, sondern würden je nach Bedarf auch wieder für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Aktuell betreibt der Landkreis Unterkünfte in Fuldatal, Vellmar, Wolfhagen und bei Nieste.

 

Allerdings, so Selbert weiter, sei der Wohnungsmarkt auch im Landkreis eher angespannt, so dass es nicht immer einfach sei, schnell eine geeignete Unterkunft zu finden. „Ich appelliere daher an alle Vermieter, die noch freie Wohnungen zur Verfügung haben, sich mit unserem Fachbereich Soziales in Verbindung  zu setzen und uns so zu helfen, den hilfesuchenden Menschen, die zurzeit mehrheitlich aus dem ehemaligen Jugoslawien, Syrien und aus Somalia stammen, den Einstieg in ein wieder geregeltes Leben in Deutschland zu finden“, hofft Selbert auf weitere Mietangebote insbesondere auch aus der Region Hofgeismar.

 

Bei der Unterbringung in Privatwohnungen übernimmt der Landkreis die Unterkunftskosten für die Asylbewerber – die Mietverträge werden mit den Asylsuchenden geschlossen. Gesucht werden insbesondere günstige größere Wohnungen ab Dreizimmer aufwärts.

 

Für  das Jahr 2013 rechnet der Landkreis mit rund 4 Millionen Euro Kosten für Flüchtlinge und Asylsuchende nach dem Landesaufnahmegesetz. Das Land beteiligt sich mit knapp 1 Million Euro an diesen Kosten – den Rest trägt der Landkreis.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
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Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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