Häusliche Gewalt - erkennen und ansprechen

26. August 2013. Die Vorsitzende der interdisziplinären Gesellschaft für Medizin und Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Frau Dr. Karin Müller, und die Genossenschaft der Ärzte und Psychotherapeuten laden ein zu einer Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt - erkennen und ansprechen“ am Mittwoch, 28. August, 18 bis 20 Uhr, Geschäftsstelle der DOXS eG, Schenkendorfstraße 6 bis 8, 34119 Kassel.

Die Fortbildung „Häusliche Gewalt“ soll insbesondere Ärzte und Ärztinnen über die Untersuchung und Dokumentation der körperlichen und psychischen Symptome informieren, Tipps zur Gesprächsführung und Beratung geben und konkrete Unterstützungsangebote vor Ort aufzeigen.

Als Experten dabei sind der Familienrichter Rüdiger Holtmann, die Gynäkologin Natascha Nicklaus, Elke Lomb vom Verein Frauen informieren Frauen e. V. sowie EPHK Henning Hinn von der polizeilichen Beratungsstelle des Polizeireviers Südwest.

Moderatorin ist die Gesundheitsamtsleiterin Dr. Karin Müller. Die Veranstaltung ist bei der Landesärztekammer Hessen über die DOXS-Akademie zur Zertifizierung eingereicht.

Opfer von Gewalt in der Partnerschaft oder innerhalb der Familie brauchen eine Menge Mut, dies während eines Arztbesuches anzusprechen. Sensibel und mutig müssen aber auch Ärztinnen und Ärzte sein, um Folgen von Gewalt zu erkennen. Medizinerinnen und Mediziner können viel tun, um von Gewalt betroffenen Frauen oder Männern zu helfen.

Häusliche Gewalt gibt es in allen Schichten und in allen Altersgruppen. Am häufigsten erleiden Frauen und Kinder Gewalterfahrungen. Das Polizeipräsidium Nordhessen erfasste im Jahr 2011 1.064 Fälle von häuslicher Gewalt. Überwiegend handelte es sich um Körperverletzungen, die zum Teil als gefährlich und schwer eingestuft wurden. Wie bei Vergewaltigungen ist auch bei der häuslichen Gewalt die Dunkelziffer hoch. Viele Frauen gehen nicht zur Polizei und sprechen das Thema auch nicht in der Arztpraxis offen an, da sie sich schämen oder mitschuldig fühlen. Umso wichtiger ist es, Anzeichen für die häusliche Gewalt zu erkennen und Fehlbehandlungen zu vermeiden. Ist der erste Schritt, nämlich das Gespräch, getan, ist es für den Arzt ganz besonders wichtig, die regionalen und lokalen Institutionen und Einrichtungen zu kennen, die verlässliche Hilfe für die Opfer leisten und der Verfolgung der Täter nachgehen.

Um Anmeldung an die DOXS Geschäftsstelle, Fax-Nummer 05 61/76 62 07-20, wird gebeten.

Fragen zur Veranstaltung werden unter der Telefonnummer 05 61/76 62 07-11 oder 05 61/10 03-19 00 (INDIMED Vorsitzende Dr. Karin Müller) beantwortet. Ausreichende Parkmöglichkeiten stehen hinter dem Haus zur Verfügung (Parkfläche direkt an das Haus angrenzend)!

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