28. August 2013. Der Kasseler Eichenhutewald an der Dachsbergstraße im Stadtteil Brasselsberg musste aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Die Bäume bilden – wie im Wald – totes Holz, das abbrechen und auf die spielenden Kinder fallen könnte. Das kann ganz plötzlich passieren, auch bei Windstille. Kurz nachdem die letzten Spielgeräte abgebaut waren, brach in der Nähe des Spielplatzes tatsächlich ein Starkast von einem Baum ab.
Um dennoch in dem weitläufigen Areal des Eichenhutewaldes in Brasselsberg Spielmöglichkeiten anbieten zu können, wird das Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel ein Konzept für naturnahes Spielen in einem Abschnitt des Eichenhutewaldes erarbeiten, in dem keine großen Bäume stehen. Die Inhalte des Konzeptes werden gemeinsam mit Kindern erarbeitet und sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden.
Da der Eichenhutewald ein gesetzlich geschütztes Landschaftsschutzgebiet ist, eignet sich dieser Standort in besonderer Weise für die Erprobung von neuen Spielkonzepten. Die Ergebnisse können Basis für ein neues Leitbild für naturnahes Spielen in der Stadt werden, das auf Spielplätzen nicht nur die üblichen Spielgeräte vorsieht, sondern auch zur Auseinandersetzung mit den natürlichen Elementen anregt.
Der Kasseler Eichenhutewald liegt im Stadtteil Brasselsberg an der Dachsbergstraße und wird geprägt von stattlichen, freistehenden Eichen. Die Bäume können sich aufgrund des großen Abstandes zueinander frei entfalten und ihre natürliche Größe ausbilden. Als Lebensraum ist der Eichenhutewald für viele Tiere besonders wertvoll, da es große, zusammenhängende Hutewälder nur noch sehr selten gibt. Die aus naturschutzfachlicher Sicht positive freie Entfaltung der Bäume birgt aber auch Gefahren, denn wie im Wald bilden die Bäume in Hutewäldern trockenes Holz und es kann immer wieder zu Ausbrüchen von großen Ästen kommen. Diese Ereignisse können spontan und auch bei Windstille erfolgen.
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