„Lokale Ökonomie“: Schon 2,3 Millionen Euro für 210 Betriebe bewilligt

16. September 2013.

Bis zum 30. November 2013 können Unternehmen und Existenzgründer in Kassel noch Anträge auf Förderung aus dem überwiegen aus EU-Mitteln finanzierten Progamm EFRE/Lokale Ökonomie stellen. Darauf weist die Stadt Kassel hin. Ziel des Programms ist es, festgelegten Stadterneuerungsgebieten wirtschaftliche Impulse zu verschaffen. In Kassel sind dies die Bereiche von Oberzwehren, Nord-Holland, Rothenditmold, Wesertor, Bettenhausen, Mitte, Unterneustadt und Vorderer Westen.

Schon seit November 2009 werden Investitionen zur Gründung, Erweiterung und Sicherung von Betrieben gefördert. „Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden bereits rund 2,3 Millionen Euro als Zuschüssen bewilligt“, hob Stadtbaurat Christof Nolda hervor.

Die Bilanz für die Laufzeit von Nov. 2009-Juli 2013 fällt positiv aus:

•    210 Betriebe haben bisher einen Zuwendungsbescheid erhalten.

•    11, 7 Millionen Euro betragen die Gesamtinvestitionen der Betriebe

•    26 neue Ausbildungsplätze konnten geschaffen werden.

•    112 Vollzeit- und 123 Teilzeitstellen sind neu entstanden.

•    292 Vollzeitstellen und 211 Teilzeitstellen konnten mitgesichert werden.

•    145 Personen konnten sich durch die Gründung ihren eigenen Arbeitsplatz schaffen.

•    Ca. 60 Prozent sind als Neugründungen entstanden Der Anteil von Betrieben, die durch Menschen mit Migrationshintergrund gegründet wurden, liegt bei 25 Prozent.

•    59 Prozent der Betriebe sind der Dienstleistung zuzuordnen; 20 Prozent dem Handwerk, 16 Prozent Handel, 11 Prozent Gastronomie, 1 Prozent Sonstige (einige Betriebe sind mehreren Bereichen zugeordnet).

•    30 Prozent der geförderten Betriebe haben einen Bezug zur Kultur-/Kreativwirtschaft.

•    35 Prozent der Antragstellenden sind Frauen.

•    Ca. 700 Interessierte wurden seit Beginn des Programms durch die Stadtplanung, die Kammern, die WFG, dem RKW und dem JobCenter der Stadt Kassel beraten

Im Blick auf die Stadtteile gingen 56 Förderbescheide gingen in den Stadtteil Mitte, 35 nach Nord-Holland, 35 in Vorderen Westen, 23 nach Bettenhausen, vier in die Unterneustadt, elf nach Rothenditmold und ebenfalls elf in den Stadtteil Wesertor.

Auffallend ist, dass knapp 90 Prozent der antragstellenden Unternehmen und Gründer in einem Zuschussbereich bis 20.000 Euro liegen. Lediglich 20 Betriebe lagen im Zuschussbereich von 30.000 bis 90.000 Euro, die jedoch hohe Mittel binden. Daher wurde die Höchstgrenze der Förderung ab September 2011 für die Laufzeit des Programms von 200.000 Euro auf 20.000 Euro begrenzt. Dies vor allem auch deshalb, um weiterhin einer großen Anzahl von Gründern und Betrieben die Möglichkeit einer Bezuschussung von Investitionen zu ermöglichen und so eine in den Fördergebieten auch flächenhaft wirksame Stärkung der Lokalen Ökonomie erreichen zu können. Insbesondere begleitend zu den laufenden, nationalen Städtebauförderungsprogrammen Soziale Stadt und Aktive Kernbereiche (Wesertor, Rothenditmold, Vorderer Westen-Friedrich-Ebert-Straße) soll die Präsens des Programms Lokale Ökonomie bis Ende der Laufzeit 2014 erzielt werden.

Recht bunt ist die Palette der geförderten Unternehmen. Dazu zählen zum Beispiel Logopädinnen, Gebäudereinigung, Design/Film/Werbung, Metallbau, Kosmetik, Fahrschule, Nahrungsmittelverarbeitung, Energie-und Solartechnik, Schnellgastronomie, Veranstalter für Kunst und Kultur, Energieberatung, Frisör, Musikproduktionen, Möbel und Einrichtungen, Kinder-Küche und Kaffee, Online-Portal für Studierende, Electric-Hotel.

Ein Erfolgsfaktor für das Programm ist die gute und eingespielte Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderung Region Kassel, dem RKW und dem JobCenter der Stadt Kassel.

In einem Förderausschuss wird gemeinsam die fachliche Prüfung der Unternehmenskonzepte vorgenommen, die wirtschaftlichen Zahlen geprüft und über die Förderfähigkeit und –höhe entschieden.

Für die kommende EU-Förderperiode ist seitens des Landes erneut ein Programm „Lokale Ökonomie“ geplant. Hierzu werden im Herbst die Rahmenbedingungen der Durchführung, Förderrichtlinien und künftige Programmgestaltung erarbeitet.

Informationen zum Programm: Stadt Kassel, Stadtplanung, Petra Schütz-Iller  Tel. 787-6158. Weitere Infos unter: www.lokale-oekonomie-kassel.de

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