Kasseler Ausländerbehörde als „Partnerbehörde“ bei Bundesprojekt ausgewählt

18. September 2013. Die gemeinsame Ausländerbehörde von Stadt und Landkreis Kassel ist vom Land Hessen als beratende Fachstelle im bundesweiten Modellprojekt „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“ ausgewählt worden. Damit wird die in der Kasseler Ausländerbehörde bereits seit Jahren beispielhaft praktizierte Willkommenskultur besonders gewürdigt, erklärt Bürgermeister Jürgen Kaiser als zuständiger Dezernent. „Die ausländischen Bürgerinnen und Bürger sollen sich bei uns willkommen fühlen und die entsprechende Hilfe erhalten, die sie benötigen.“ Die respektvolle, integrative und serviceorientierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ausländerbehörde sei mit ausschlaggebend gewesen, dass sich Kassel hessenweit gegenüber einer Reihe qualifizierter Mitbewerberbehörden durchsetzen konnte.

Bei dem Modellprojekt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sollen Ausländerbehörden durch verschiedene organisatorische Maßnahmen zu „Willkommensbehörden" weiterentwickelt werden. Pro Bundesland hat nur ein Standort die Möglichkeit zur Teilnahme, eine weitere Behörde soll als Partnerbehörde fungieren. Das Land Hessen hat als „Willkommensbehörde“ die Ausländerbehörde des Wetteraukreises ausgewählt. Als „Partnerbehörde“ wird die Kasseler Ausländerbehörde den Projektprozess durch bereits gesammelte Erfahrungen beratend begleiten. „Das erarbeitete Wissen teilen wir gerne mit anderen Ausländerbehörden“, sagt Bürgermeister Kaiser.

Die gemeinsame Ausländerbehörde von Stadt und Landkreis Kassel hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und dienstleistungsorientierter aufgestellt, erläuterte Kaiser weiter. So seien die Organisationsabläufe und die äußeren Rahmenbedingungen - wie ein heller, einladender Eingangsbereich - bürgerfreundlicher strukturiert worden. „Unter anderem haben wir eine Außenstelle auf dem Campus der Universität eingerichtet, die die Sprechzeiten nachfragegerecht gestaltet. Davon profitieren rund 2.500 ausländische Studierende“, sagt Kaiser. Die Ausländerbehörde sei zudem mit anderen Einrichtungen, Institutionen und Interessenvertretungen in Kassel und der Region mittlerweile sehr engmaschig vernetzt. Alle Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter haben darüber hinaus neben fachlichen Weiterbildungen auch ein auf Kundenservice und interkulturelle Kompetenz ausgerichtetes Fortbildungsprogramm durchlaufen.

Hintergrund: Die Kasseler Ausländerbehörde wurde im Jahr 2007 mit der Behörde des Landkreises fusioniert und wird seitdem von der Stadt betrieben. Sie ist zuständig für die rund 35.000 nichtdeutschen Staatsangehörigen in Stadt und Landkreis Kassel. Die Hauptaufgaben liegen in der Regelung des Aufenthaltsrechts (Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnisse, Duldungen), der Erteilung von Arbeitserlaubnissen, Pass- und Ausweisangelegenheiten, Verpflichtungen zu Integrationskursen und Beratungen in ausländerrechtlichen Fragen. Die ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner werden von der Einreise bis zur Ausreise bzw. bis zur Einbürgerung begleitet.

Die Ausländerbehörde wurde schon in der Vergangenheit von der Alexander von Humboldt Stiftung mehrfach als „Freundlichste Ausländerbehörde“ ausgezeichnet. Im Jahr 2012 wurde an der Uni Kassel – auf der Grundlage einer Befragung der Studierenden - eine Diplomarbeit über die Beratungsqualität der Ausländerbehörde verfasst. Die Ergebnisse waren durchgehend gut bzw. sehr gut.

Derzeit führt die Uni Bayreuth ein Forschungsprojekt zu „Ausländischen Akademikern und Deutschen Behörden“ durch. So waren Wissenschaftler der Uni auch in der Ausländerbehörde Kassel tätig und haben diese im Zwischenbericht (April 2013) in der Rubrik „Best Practices“ erwähnt.

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