Runder Tisch zur Facharztversorgung in Hanau bleibt bestehen
Erster Gedankenaustausch von OB Kaminsky mit Fachleuten
Müssen Patientinnen und Patienten gesetzlicher Krankenkassen in Hanau durchschnittlich länger auf einen Termin beim Facharzt warten als privat Versicherte? Und ist die Brüder-Grimm-Stadt mit dieser Wartequote schlechter gestellt als andere große Städte in Hessen? Da eine entsprechende Erhebung einer Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen dieses Ergebnis nahegelegt hatte, wollte Oberbürgermeister Claus Kaminsky das in einer Runde mit Fachleuten Hanauer Krankenhäuser sowie örtlicher Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung bewertet wissen.
„Dass in Hanau gesetzlich Krankenversicherte grundsätzlich schlechter gestellt sind, hat sich nicht bestätigt“, fasste Kaminsky nach der Runde mit Fachleuten zusammen. Die Erhebung der Bundestagsabgeordneten „weist leider einige methodische Mängel auf, die ihre Aussagekraft erheblich schwächen“, so der Oberbürgermeister weiter.
Die Fachleute hätten freilich bestätigt, dass speziell bei Augenärzten Engpässe in der Versorgung bestünden, da zwei von acht möglichen Arztsitzen im Main-Kinzig-Kreis derzeit nicht besetzt sind. Kaminsky kündigte an, sich in einem halben Jahr wieder am Runden Tisch zu treffen und dabei gegebenenfalls Augenärzte mit einzubinden. Alle jetzt zu Rate Gezogenen zeigten sich bereit zu weiteren Gesprächen.
„Aus Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern weiß ich, dass sie als gesetzlich Versicherte teils verärgert darüber sind, länger als Private auf Facharzttermine warten zu müssen“, erläutert Kaminsky weiter. Das nehme er ernst und bleibe am Ball, ob an diesen Vorwürfen „etwas dran ist“.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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