Auch die Künstlerin Ute Reeh geht in ihrer Arbeit „dekfa“ diesen Fragen nach und ist damit Teil des münsterlandweiten Projektes. Wenn am Freitag, 18. Oktober, um 18 Uhr im Alten Amtshaus in Metelen ihr Film präsentiert wird, berichtet sie über ihr Projekt und über den Weg zur „dekfa“, dem Denk-Energie-Kraftwerk für alle, den sie gemeinsamen mit den Einheimischen begonnen hat. Die dazugehörige Ausstellung wird am Sonntag, 27. Oktober, um 11 Uhr im Kloster Bentlage durch den künstlerischen Leiter Jan-Christoph Tonigs eröffnet. In der Ausstellung sind das Video und die Zeichnungen, die den Prozess begleitet haben, zu sehen. Aber die Besucherinnen und Besucher werden auch selbst zum Teil des kommunikativen Prozesses.
„dekfa“ besteht aus materiellen, ideellen und kommunikativen Teilen. Der geplante materielle Teil ist eine organisch geformte Skulptur aus Robinienholz, sieben Meter im Durchmesser, mit unregelmäßig auf- und absteigender Oberfläche. Sie ist gedacht als eine Kommunikationsplattform, auf der man umhergeht, balanciert, sich legt oder setzt, wo man sich trifft, redet oder spielt. Gedanken entwickeln sich in der Bewegung, im unregelmäßigen, den Körper überraschenden Auf und Ab des Plateaus. „dekfa“ ist im Gespräch mit den Bürgern der Gemeinde Metelen entstanden. Ob und wie es umgesetzt wird, gehört mit zum Projekt.
Der immaterielle und kommunikative Teil betrifft den Entstehungsprozess des „dekfa“. Dieser wird in Form eines Videos zum Teil des Werkes selbst. Analog zur „Stillen Post“ sind Gesprächspartner aus ganz unterschiedlichen Kontexten der Gemeinde und der Region eingeladen, sich vor laufender Kamera die Idee erläutern zu lassen und diese dann aus ihrer jeweiligen Perspektive, mit eigenen Wünschen angereichert, weiterzugeben. Wie bei der „Stillen Post“ wird bei jedem Weitererzählen etwas verschwinden oder dazukommen, zum „Denk-Energie-Kraftwerk für alle“.