30. Oktober 2013. Die Straßen- und Gehwegbeleuchtung in Kassel wird in den kommenden Jahren umfassend erneuert. Die alten Quecksilberdampfleuchten werden gegen moderne und energiesparende LED-Straßenlaternen ausgewechselt. „Dank der LED-Technik können wir die Gehwege und Straßen in Kassel künftig wesentlich besser als bislang ausleuchten“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. Die LED-Lampen werfen weniger Streulicht und beleuchten Wege und Straßen genau dort, wo das Licht benötigt wird. Zudem verbrauchen die modernen LED-Lampen bis zu 60 Prozent weniger Energie als die bislang genutzten Quecksilber-Laternen.
Künftig wird für alle Straßenarten vom Rad- und Fußweg über den verkehrsberuhigten Bereich, die Anwohnerstraße und die Verbindungsstraße bis hin zur Hauptverkehrsstraße genau festgelegt, wie diese auszuleuchten ist. Das wird in Kassel jetzt erstmals so detailliert festgeschrieben. „Ziel ist es, die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung und die Beleuchtungsstärke zu verbessern“, erklärt Stadtbaurat Nolda. „Gerade bei der Beleuchtung der Gehwege trägt dies auch dazu bei, dass sich die Fußgänger dort sicherer fühlen.“
Die bislang in Kassel üblichen Quecksilberdampfleuchten verfügen nicht über eine Reflektortechnik. Die Folge: Das Licht streut, fällt nicht nur auf den Gehweg und die Straße, sondern auch in Vorgärten und an Hauswände und strahlt in den Nachthimmel. Die neuen LED-Straßenlaternen verfügen über eine Reflektortechnik, die das Licht gezielt auf die Bereiche wirft, die ausgeleuchtet werden sollen.
Die modernen LED-Lampen haben eine dreimal so lange Lebensdauer, benötigen bis zu 60 Prozent weniger Energie und produzieren weniger Verlustwärme. Dadurch können in den kommenden 20 Jahren bis zu 1000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 eingespart werden. Die LED-Leuchten haben zudem ein Lichtspektrum, das bis zu 80 Prozent weniger Insekten anzieht, als die Quecksilberdampf-Laternen.
In Kassel gibt es derzeit etwa 11.000 Quecksilberdampf-Leuchten. Diese müssen in den kommenden Jahren gegen moderne LED-Laternen ausgetauscht werden. Eine EU-Verordnung schreibt vor, dass uneffektive Leuchtmittel bis zum Jahr 2015 vom Markt genommen werden müssen. Ein Großteil der Kasseler Straßenlaternen wurde in den 60er- und 70er-Jahren aufgestellt und sind nun ohnehin erneuerungsbedürftig. Der Austausch der Laternen würde etwa 21 Millionen Euro kosten.
„Unser Ziel ist es, die Straßenbeleuchtung in Kassel zu modernisieren und die jährlichen Ausgaben dafür auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten, das sich an den Ausgaben der Vorjahre in Höhe von etwa fünf Millionen Euro orientiert“, erklärt Stadtbaurat Nolda. Erreicht wird das durch den neuen Beleuchtungsvertrag, den die Stadt mit der Städtische Werke Netz und Service GmbH (NSG) schließen will. Die NSG ist Eigentümerin der Straßenbeleuchtungsanlagen. Der Vertrag wird derzeit in den städtischen Gremien beraten und soll am 18. November im Stadtparlament behandelt werden.
In dem neuen Vertrag wird eine Pauschale vereinbart, die die Stadt pro sogenannten Leuchtpunkt an die NSG zahlt. Mit dieser Pauschale werden Investition, Betrieb und Energieeinsatz vergütet. Die Laufzeit des Vertrages über 20 Jahre gibt der NSG die erforderliche Planungssicherheit, um in die modernen und energieeffizienten LED-Laternen zu investieren. Die Pläne für die Erneuerung werden jährlich zwischen der Stadt und der NSG abgestimmt. An den Investitionskosten für die neuen Straßenlaternen werden die Grundstückseigentümer nach dem so genannten Kommunalabgabengesetz über Anliegerbeiträge beteiligt. Diese Kosten wären auf die Anlieger unabhängig von dem jetzt konkret geschlossenen Vertrag zugekommen. Denn die Stadt hätte in den kommenden Jahren ohnehin in neue Beleuchtungstechnik investieren müssen.
"Dadurch verhindern wir einen Investitionsstau bei unserer jahrzehntealten Straßenbeleuchtung und bekommen als Stadt Kostensicherheit“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. Die Ökobilanz wird durch den deutlich reduzierten Energieverbrach verbessert. „Und wir verbessern durch die bessere Ausleuchtung die Situation für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer“.
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