Bocholt, 06. November 2013
Betreuungsrecht: „Werdenfelser“-Methode als Alternative zur Fixierung
Donnerstag, 14. November, ab 19 Uhr im Rathaus
Bocholt (PID).
Am Donnerstag, 14. November, findet im Bocholter Rathaus eine Veranstaltung zum Thema Betreuungsrecht statt. Christooph Kuhlmann, Richter am Amtsgericht Bocholt, und Reinhard van Loh, Heimleiter des Bethesda-Seniorenzentrums Gronau, werden dann zum Thema „Reduzierung von Fixierung in der rechtlichen Betreuung“ ein spezielles Verfahren, den sog. „Werdenfelser Weg“, vorstellen.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal am Berliner Platz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, Getränke werden gereicht. "Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen", so Bernhard Kerkhoff, Leiter der Betreuungsstelle Bocholt.
Rechtliche Betreuer können in die Situation kommen, über Fixierungsmaßnahmen entscheiden zu müssen. Oft erscheint der Vorschlag sinnvoll, wenn es darum geht, z.B. Bettgitter anzubringen, damit der Betreute nicht aus dem Bett stürzt. Das aber ist mit einer Freiheitseinschränkung verbunden.
Eine Alternative ist der sog. „Werdenfelser Weg“, der auch vom Amtsgericht Bocholt angewendet wird und hilft, Fixierungen und andere freiheitsbeschränkende Maßnahmen zu reduzieren. Richter Kuhlmann und Heimleiter van Loh werden diese Methode erklären und aus der Praxis berichten. Das Bethesda-Seniorenzentrums Gronau macht bereits seit Jahren gute Erfahrungen mit dieser Methode.
Die Bocholter Veranstaltung findet im Rahmen der 16. Betreuungsrechtstage im Kreis Borken statt und wird lokal von den Betreuungsvereinen AWO und SkF in Kooperation mit der städtischen Betreuungsbehörde durchgeführt. Die weiteren Veranstaltungen im Kreis Borken sind auf der Homepage des Kreises nachzulesen.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Karsten Tersteegen, Telefon 0 28 71 95 33 27, E-Mail: karsten.tersteegen@mail.bocholt.de