Gebündelte Integrationsarbeit im Kreis Recklinghausen
Neue Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums im Kreishaus
Gemeinsam ist man stärker – so könnte das Motto des neuen Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Recklinghausen heißen, das in Gladbeck seit August eröffnet hat und die Integrationsarbeit in allen zehn Städten vernetzen und fördern soll. Als Auftakt hatte Landrat Cay Süberkrüb die neuen Mitarbeiter eingeladen, um sich gegenseitig kennenzulernen und gemeinsam über die Ziele des neuen Integrationszentrums zu sprechen. Ein kleiner zehnmonatiger alter Gast war zur Freude aller auch dabei.
Grundlage für die neue Institution ist das Integrationsgesetz NRWs. Das Land will damit die Integrationsarbeit in den Kommunen bündeln und fördern. Mit der Zustimmung des Kreistags vom 11. März 2013 wurde die Gründung des Kommunalen Integrationszentrums im Kreis Recklinghausen auf den Weg gebracht.
„Die Bündelungseffekte in der Integrationspolitik werden der Integrationsarbeit im Kreis zugute kommen. Es wäre jedoch sinnvoll gewesen, wenn bei der Bemessung der Stellen für das Kommunale Integrationszentrum die jeweilige Einwohnerzahl, der Migrantenanteil und die sozialstrukturellen regionalen Herausforderungen der Kommune berücksichtigt worden wären. Gleichwohl ist das Kommunale Integrationszentrum eine wichtige und wertvolle Ergänzung der bisherigen kommunalen Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Integration, was ich sehr begrüße“, sagte Landrat Cay Süberkrüb. Mit jeweils 5,5 Stellen fördert das Land NRW die Integrationsarbeit in allen Kommunen.
Im Kreis Recklinghausen sollen durch die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums die Akteure in den Verwaltungen, bei den freien Trägern und den Migrantenorganisationen vernetzt werden. Das Kommunale Integrationszentrum hat Koordinierungs-, Beratungs-, und Unterstützungsfunktion. Die wichtigsten Handlungsfelder der Kommunalen Integrationszentren sind: Bildung, Erziehung und Betreuung. Hinzu kommen weitere mögliche Tätigkeitsfelder wie Unterstützung bei der Jobsuche oder der Berufsqualifizierung, Kultur, Sport, politische Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement, soziale Arbeit im Flüchtlingsbereich, Gesundheit und die Pflege älterer Menschen.
Eine besondere Bedeutung bei der Arbeit der neuen Institution kommt der Integration durch Bildung zu. Über gezielte Angebote von der frühen Förderung bis zum Übergang in den Beruf sollen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessert werden.
Festgelegt wurden die Handlungsschwerpunkte in einem Integrationskonzept des Kreises Recklinghausen, das vom Kreistag beschlossen wurde und die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums für jeweils zwei Jahre festlegt. Das Konzept enthält die Weiterentwicklung der beiden Handlungsfelder „Integration durch Bildung“ und „Integration als Querschnittsaufgabe“, womit eine breitgefächerte Integrationsarbeit zusammengefasst wird. Außerdem sollen die Netzwerkarbeit verstärkt und die strategische Steuerung des Integrationsprozesses übernommen werden.
Auf die Mitarbeiter kommt nun in den nächsten Monaten viel Arbeit zu. Sie werden eine Bestandsaufnahme für den gesamten Kreis Recklinghausen durchführen und in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort das Integrationskonzept hinsichtlich einzelner Handlungsziele und –schritte weiter ausarbeiten. Zugreifen kann das Kommunale Integrationszentrum dabei auf erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der bisherigen „Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA) Gladbeck, das bis zum 31.07.2013 bestand. Mit Wolfgang Krämer als Leiter des neuen Kommunalen Integrationszentrums ist die im Integrationsgesetz NRW verankerte Bündelung des Wissens der RAA gelungen. Neben dem neuen Leiter werden erfahrene Mitarbeiter der Stadt Gladbeck, der Stadt Castrop-Rauxel und der Kreisverwaltung Recklinghausen im Kommunalen Integrationszentrum arbeiten.
Für die Vorarbeiten und bis zur endgültigen Besetzung aller Stellen im Kommunalen Integrationszentrum hat die Stadt Gladbeck ihre Unterstützung zugesagt.
Pressekontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Katharina Krazewski, Telefon: 02361/534612, katharina.krazewski@kreis-re.de
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