Kunstwerk-Aufbau: Verkehrsbehinderungen am 19. November in Frankfurter Straße

13. November 2013. Das „Denkmal der grauen Busse“ wird am kommenden Dienstag, 19. November, auf dem Friedrichsplatz aufgebaut. Während der Aufbauarbeiten muss eine Fahrspur der Frankfurter Straße in Richtung Altmarkt gesperrt werden. Betroffen ist zwischen 12 und etwa 15 Uhr die rechte Fahrspur im Bereich der St. Elisabeth-Kirche und des Friedrichsplatzes.

Betonteile für das mobile Mahnmal „Graue Busse“ des Künstlers Horst Hoheisel werden in diesem Zeitraum auf Tiefladern angeliefert und vom Autokran der Kasseler Berufsfeuerwehr im Bereich Friedrichsplatz / Schöne Aussicht abgeladen. Die Tieflader können nur auf der Frankfurter Straße halten.

Wie die Straßenverkehrshörde mitteilt, kann dies zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich Frankfurter Straße / Weinberg und in der Fünffensterstraße / Trompete führen. Der Verkehr an der Engstelle im Bereich Friedrichsplatz wird durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes geregelt.

Hintergrund: Das „Denkmal der grauen Busse” erinnert an die Todestransporte von psychisch Kranken und Menschen mit Behinderungen durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges. Der sogenannten „Euthanasie-Aktion” fielen mehr als 200.000 Menschen zum Opfer.

Ein in Originalgröße in Beton gegossener Bus des gleichen Typs, wie er in den Jahren 1940 und 1941 von den Pflegeanstalten zu den Vernichtungslagern fuhr, erinnert an den Massenmord. Die Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz haben ein festes Mahnmal 2006 für das Zentrum für Psychiatrie „Die Weissenau“ bei Ravensburg geschaffen. Dem Denkmalbus eingeschrieben ist das Zitat: „Wohin bringt Ihr uns?”, die überlieferte Frage eines Patienten.

Ein mobiles Mahnmal ist seit September 2011 Teil einer Wanderausstellung. Der in Kassel gezeigte graue Bus ist 8,70 Meter lang und wiegt 72,2 Tonnen. Die Arbeit der Künstler kommt auf Einladung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen nach Kassel und wird vom 19. November bis voraussichtlich Juni 2014 im Bereich Friedrichsplatz / Schöne Aussicht zu sehen sein. Die Stadt Kassel, die Kasseler Sparkasse und der Förderverein der Gedenkstätte Hadamar unterstützen das Projekt. Oberbürgermeister Bertram Hilgen wird die Ausstellung am 19. November mit eröffnen.

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