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„Sturmflut 2013“ – Behörden bewältigen erfolgreich die Lage

13. Dezember 2013

Gestern ging die groß angelegte Stabs- Rahmenübung „Sturmflut 2013“, die durch die Polizeidirektion Osnabrück mit den Landkreisen Leer, Wittmund und Aurich sowie der Stadt Emden und der Sicherheitsregion Groningen durchgeführt wurde, zu Ende. Wittmund, Aurich und die Sicherheitsregion Groningen waren allerdings nur mit Rahmenleitungsgruppen beteiligt. Außerdem waren auch private Firmen der sogenannten kritischen Infrastruktur, wie die Energieversorger und die Deutsche Bahn AG, integriert. Eingebunden waren auch Behörden des Küstenschutzes, der Bundespolizei, der niedersächsischen Landespolizei und aller Kräfte des Bevölkerungsschutzes.

Insgesamt 225 Personen waren an den beiden Tagen der Übung eingebunden. Ausgerichtet und fachlich begleitet wurde die Übung durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit Sitz in Bonn. Die zum BBK gehörende Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) war mit insgesamt 20 Dozentinnen und Dozenten aktiv.

Die Aufgabe der Mitarbeiter der AKNZ war es, die Übung zu steuern und fachlich den Führungsstäben beratend zur Seite zu stehen. Außerdem unterstützten 30 Mitarbeiter der durchführenden Gebietskörperschaften und der anderen Behörden und Einrichtungen die Übungssteuerung.

Das zu Grunde liegende Szenario war in einem Seminar Anfang 2013 an der Akademie in Ahrweiler vorbereitet worden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Seminard stellten dann auch die Kernzelle der Übungssteuerung bei dieser nach Angaben der AKNZ sehr anspruchsvollen Stabs-Rahmenübung.

Die Annahme war, dass von den Führungsstäben eine schwere Sturmflut zu bewältigen war. Zusätzlich machte der „gefrorene Boden“ zu schaffen, auf den es seit Tagen stark geregnet hatte, so dass das Wasser nicht versickern konnte, sondern sofort in die Oberflächengewässer abfloss, was zu erheblichen Überschwemmungen im Binnenland geführt hätte. Der Sturm führte zu Stromausfällen, die die Schöpfwerke in ihrer Leistung beeinträchtigten. Außerdem kam es zu einem Zugunfall mit Toten und Verletzten. Bedingt durch den Ausfall der Energie und durch das Hochwasser mussten Wohn- und Industriebereiche „evakuiert“ werden. Auch Krankenhäuser, Altenheime und eine Jugendherberge waren der Übung nach betroffen.

Im Rahmen der ersten Nachbesprechung, die am Freitag in den Räumen des Maritimen Kompetenzzentrum (MARIKO) in Leer stattfand, wurde die zweitägige Übung aufbereitet. Übungsleiter Wolfgang Jape von der AKNZ fasste den Ablauf zusammen und wies auch schon auf erkannte Schwachstellen hin. Die Verantwortlichen für die Übungssteuerung in den einzelnen Standorten ergänzten dann jeweils aus der Sicht der einzelnen Führungsstäbe in den Gebietskörperschaften.

Thomas Kleinebrahm, der für die Polizeidirektion Osnabrück verantwortlich zeichnete, fasste aus Sicht der oberen Katastrophenschutzbehörde zusammen. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für deren professionelles und engagiertes Handeln. Besonderer Dank galt auch den Vertretern der Sicherheitsregion Groningen. Dabei wurde deutlich, dass die schon bestehenden Hilfeleistungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden noch mehr mit Leben gefüllt werden können.

Kleinebrahm bedankte sich bei den Vertretern des BBK für deren Vorbereitungsleistung. Besonders hob er das von den Vertretern der AKNZ geleistete „coaching“ , also das intensive persönliche Training, für den Führungsstab in Osnabrück hervor.

Bis Januar 2014 werden jetzt die einzelnen Aufgabenreiche die Übung für sich nachbereiten, um für die Zukunft noch besser gerüstet zu sein. Im Resümee stellte Kleinebrahm aber deutlich heraus, dass alle Behörden und Organisationen ihren Auftrag erfüllt haben und "die Menschen an der ostfriesischen Küste vor weiteren Schäden bewahrt haben".

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