Gesunde Ernährung – Tipps mit Spiel und Broschüre
Erfolgreiches Projekt der Hanauer Tümpelgartenschule
„Gesunde Ernährung – das hört sich langweilig an? Genau das dachten wir am Anfang auch! Mittlerweile hat sich unsere Meinung aber geändert…“ – Mit diesem Sinneswandel beginnt eine Broschüre von 26 Jugendlichen aus der mittlerweile neunten Jahrgangsstufe der Hanauer Tümpelgartenschule. In Zusammenarbeit mit dem Umweltzentrum Hanau, der örtlichen Barmer GEK und Fraport produzierten sie in ihrem Wahlpflichtkurs nicht nur das Informationsheft, sondern auch ein Kartenspiel nach dem Vorbild des Gesellschaftsspiels „Tabu“.
Gabriele Schaar-von Römer, Leiterin des städtischen Umweltzentrums, maß die Bedeutung des Projekts daran, dass die Schule damit vom Land Hessen bereits als Umweltschule ausgezeichnet worden sei. Die zusätzliche Idee, das Thema gesunde Ernährung auch spielerisch anzugehen, kam beim Hanauer Weihnachtsmarkt 2012 zustande, bei dem Umweltzentrum und Schule vertreten waren. Karl-Georg Wolff, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK in Hanau, gab mit den Anstoß dazu und übernahm einen Teil der Druckkosten.
In diesem Jahr ist die Tümpelgartenschule am Samstag, 21. Dezember, von 11 Uhr an auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, der Stand befindet sich vor Porzellan Clemens. Dort werden auch Broschüre und Kartenspiel zum Thema gesunde Ernährung für jeweils einen Euro verkauft.
Wolff würdigte die Leistungen der Wahlpflicht-Schülerinnen und –Schüler in einer kleinen Feierstunde in der Aula der Tümpelgartenschule als „großartig“. Er meinte, die gemeinsame Arbeit habe die jungen Menschen aus zwei Klassen „als Team weiter gebracht“, das sei an der Präsentation zu erkennen gewesen. Er selbst habe auch die Tümpelgartenschule besucht und sei beruflich seinen Weg gegangen.
Das Projekt begann am Anfang des Schuljahres 2012/2013. Daniela Dickmann, Referentin des Umweltzentrums, erarbeitete mit den jungen Menschen zunächst die theoretischen Grundlagen einer gesunden Ernährung. Im Garten des Umweltzentrums lernten die Tümpelgartenschüler verschiedene Küchenkräuter kennen. In dem Zusammenhang wies Dickmann sie im Frühling darauf hin, dass die Natur in der nahen Bulau Kräuter wie den Bärlauch gratis biete.
Das Knoblauch-ähnliche Gewächs kam den Jugendlichen zunächst fremd vor. Das änderte sich, als sie daraus Pesto für ein Spaghetti-Gericht herstellten. Sie erzählten, wie sie den Bärlauch erst „eklig“ gefunden und dann das Pesto aufgegessen hätten, „bis nichts mehr übrig war“.
Beim Probieren von Avocadosalat oder selbst gemachtem Frischkäse sei das ähnlich gewesen, erzählten Sezi Eruygun und Corinna Bernges-Künzel, die beiden Lehrkräfte im Wahlpflichtkurs „Die Umwelt mit allen Sinnen erleben“. Bei einem internationalen Büffet in der Schule habe sich gezeigt, dass die Mädchen und Jungen von ihren Müttern bereits eine Gemüse-orientierte und damit gesunde Küche gekannt hätten. Sie hätten im Laufe des Projekts auch beobachtet, dass Chipstüten in der Schule seltener geworden seien und dass die Jugendlichen aus dem Wahlpflichtkurs sich häufiger die Zutatenliste von Verzehrpackungen anschauten als früher.
Eruygun und Bernges-Künzel betonten, dass das Umsetzen der Spielidee gänzlich den Schülerinnen und Schülern überlassen gewesen sei. Sie hätten auch andere Varianten wie Memory und Halli-Galli als Vorbild diskutiert, aber letztlich die „Tabu“-Variante bevorzugt. Auf Blättern hätten sie dann durchgespielt, wie sich die Idee umsetzen lasse. Ein Spiel zu kreieren sei gar nicht so einfach, meinten einige aus dem Schülerkreis.
Die Schule hat bereits das nächste nachhaltige Umweltprojekt im Sinn: einen Sinnesgarten für alle Generationen auf dem eigenen Gelände. Thi Quyen-Thuy Nguyen vom Fraport-Unternehmensbereich Umwelt und Nachhaltigkeit, sagte Finanzhilfe zu.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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TGS
Gabriele Schaar-von Römer (Zweite von rechts) bedanbkt sich bei den Lehkräften Corinna Bernges-Künzel und Sezi Eruygun für das gezeigte Engagement. Für die Sponsoren links Thi Quyen-Thuy Nguyen von Fraport (links) und Barmer GEK-Geschäftsführer Karl-Georg Wolff
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