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Presseinformation

17. Dezember 2013
Erfolgreiches Jahr für den Runden Tisch Windenergie
Reform des EEG und Entwicklung des Regionalplans Münsterland weiter im Blick

Kreis Steinfurt. Der gerade unterzeichnete Koalitionsvertrag unterstützt den dezentralen Ausbau der Windenergie eher nicht. Zu dieser Einschätzung kamen jetzt die Teilnehmer des Rundes Tisches Windenergie, der jetzt zum letzten Mal in diesem Jahr zusammenkam.

Die Servicestelle Windenergie, die beim Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt angesiedelt ist, installierte den Runden Tisch Windenergie Anfang 2013. Teilnehmer sind Bürgerwindparkentwickler, Vertreter des Kreises, der Städte und Gemeinden, der Landwirtschaft, regionaler Kreditinstitute, des haupt- und ehrenamtlichen Naturschutzes sowie Planer und Ingenieure.

Skeptisch bewertet der Runde Tisch die Ideen zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetztes (EEG), die der Koalitionsvertrag in Bezug auf die Windenergie enthält. Diese könnten die Energiewende bremsen. Ulrich Ahlke, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit machte deutlich, dass der Ausbau der Windenergie für die Erreichung der energiepoltischen Ziele des Kreises von zentraler Bedeutung sei. Er hofft, dass die Novellierung des EEG den hier eingeschlagenen Weg der dezentralen erneuerbaren Energieerzeugung nicht gefährdet.

Neben dem EEG hob der Runde Tisch die Bedeutung der „Leitlinien für Bürgerwindparks" hervor. Jörg Tiemann vom Bürgerwindpark Hollich stellte heraus, dass die Leitlinien als Mindestmaß angesehen werden sollten. „25 Prozent Eigenkapital in den Händen einzelner Bürger ist zu wenig. Für eine wirklich bürgergetragene Energiewende sollte es ein deutlich höherer Anteil sein."

Der Runde Tisch zog eine positive Bilanz seines ersten Jahres. Neben den bisherigen Erfolgen wie der Resolution zum EEG, die vor wenigen Wochen an einflussreiche Politiker übergeben wurde, sei vor allem der gegenseitige Austausch eine große Bereicherung.

2014 geht es weiter. Der Runde Tisch Windenergie behält die Themen Reform des EEG und Entwicklung des Regionalplanes Münsterland im Blick. Zudem wollen sich die Experten in den kommenden Monaten mit den Themen regionale Wertschöpfung, regionale Finanzierung und Vermarktung sowie Speicherung von Energie beschäftigen.




Herausgeber:
Kreis Steinfurt, Stabsstelle Landrat; Pressesprecherin: Kirsten Weßling; Tecklenburger Straße 10, 48565 Steinfurt
Telefon: 02551-692160, Telefax: 02551-692100; www.kreis-steinfurt.de, kirsten.wessling@kreis-steinfurt.de