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Hanau, 19. Dezember 2013
Ganztagsschulen brauchen mehr Geld vom Land
Weiss-Thiel fordert von Schwarz-Grün verlässlichen Rahmen

Ein Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17 Uhr könnten Kommunen nur stemmen, wenn die künftige schwarz-grüne Landesregierung  verlässliche und  vor allem auskömmliche finanzielle  Rahmenbedingungen schaffe, meint Hanaus Schuldezernent   Axel Weiss-Thiel zum  „Pakt für den Nachmittag“, den zu schnüren die Koalition angekündigt hatte.  „Der Koalitionsvertrag weckt Erwartungen bei den Eltern von Grundschülern, die leicht zu Mehraufwendungen für eine Kommune wie Hanau in mehrfacher Millionenhöhe pro Jahr führen können.“

Grundsätzlich entspreche das Ziel eines  verlässlichen Ganztagsangebots an Grundschulen  auch den Vorstellungen der Stadt Hanau und entspreche  den Wünschen vieler Eltern, konstatiert Weiss-Thiel.  Derzeit würden in der  Brüder-Grimm-Stadt für rund ein Drittel der rund 3400 Hanauer Grundschulkinder Hortplätze angeboten. Für  ein weiteres Sechstel gebe es Betreuungsplätze an Grundschulen, meist aber nur bis zum frühen Nachmittag  und nicht an fünf Tagen in der Woche und nicht in den Ferien.  „Die Nachfrage nach Hortplätzen und Ganztagsschulen  wird in Zukunft schneller  wachsen als der Bedarf an U3-Plätzen“,  schließt der Stadtrat aus den steigenden Zahlen.  „In immer mehr Familien müssen beide Elternteile arbeiten, um ihre Lebensgrundlage zu sichern.“

Dass sich die neue Koalition die Schaffung  guter Voraussetzungen für die Vereinbarkeit  von Beruf und Familie zum Ziel gesetzt habe sei gut und richtig.  Die Erfüllung werde aber laut Koalitionsvertrag Anderen überlassen, die vorher nicht gefragt worden seien, wie diese Aufgabe gemeistert werden soll. Ganztagsangeboten seien  vor allem  dort besonders sinnvoll, wo Sozialstrukturen eine Förderung der Kinder  erschwerten. Deren Eltern  seien aber meist nicht in der Lage, hohe Betreuungsgebühren zu zahlen, weiß der Sozialdezernent. Ein flächendeckendes gutes Angebot zu Schulkinderbetreuung, das auch den Bedürfnissen der Eltern entspreche, erfordere erhebliche Investitionen in Grundschulen und in die Betriebskosten, beispielsweise für Betreuungskräfte.  „Die Eltern erwarten nicht nur die Beaufsichtigung ihrer Kinder“, so Weiss-Thiel, „sondern auch ein qualitativ gutes Bildungs- und Betreuungsangebot. Dafür braucht  es entsprechende Gruppengrößen, Ausstattungen und vor allem qualifiziertes Personal.“  Es könne nicht sein, dass nur reiche Kommunen derartige Bedingungen für ihre Kinder schaffen könnten.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488

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