Leer/Weener/Borkum. Der Unternehmensverbund Klinikum Leer, eine gemeinnützige GmbH, arbeitet medizinisch auf hohem Niveau und ist wirtschaftlich gesund. „Als eine der wenigen Krankenhäuser im Nordwesten schreiben wir schwarze Zahlen“, sagt Landrat Bernhard Bramlage, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. Die gesunde finanzielle Grundlage machte auch im abgelaufenen Jahr wieder kräftige Investitionen in Gebäude, Pflege und Medizin möglich. Klinikum-Geschäftsführer Holger Glienke zieht erneut eine erfreuliche Bilanz: „Neue Kooperationen, neue Räume, neue Aufgaben – auch 2013 ist wieder viel passiert.“
Zum Unternehmensverbund Klinikum gehören neben dem Klinikum in Leer das Krankenhaus Rheiderland in Weener und das Inselkrankenhaus auf Borkum. Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Klinikum Leer systematisch erneuert und erweitert, während das Krankenhaus Rheiderland und das Inselkrankenhaus vor dem Ruin gerettet und zu neuer Blüte gebracht wurden.
Im Frühjahr nahm das Klinikum in Leer neue Kreißsäle in Betrieb – komplett modernisiert, um eine Geburtswanne erweitert und um einen OP-Saal für Kaiserschnitte ergänzt. Einmalig in Ostfriesland liegen nun Wochenbettstation, Kreißsäle sowie Kinder- und Frühgeborenenstation Tür an Tür. Bramlage: „Das erhöht die Sicherheit für Mutter und Kind.“
Im Sommer eröffnete das Klinikum neue Räume für Innere Medizin und Anästhesie. Herzstück des sanierten Gebäudeteils ist der OP-Bereich mit Aufwachraum und neuer Endoskopie-Einheit, Sterilisation und Funktionsräumen. Im Aufbau ist eine Klinik für Psychosomatische Medizin mit 40 Betten und zehn tagesklinische Plätzen. Den Grundstein für eine neue Klinik-Küche, Arztpraxen und neue Stationsbereiche legte das Klinikum im August.
Das Klinikum arbeitet seit einiger Zeit mit der Universitätsklinik Groningen zusammen. Das dortige Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie hilft beim Kampf gegen Klinikkeime.
Die Energiewende macht auch vor Krankenhäusern nicht Halt. So nahm das Klinikum seine Stromversorgung mit einem Blockheizkraftwerk selbst in die Hand. Es liefert Strom und heizt. Die Abwärme des Kraftwerks kann 100prozentig zum Heizen genutzt werden. Mit der Energiewende hängt auch die Offshore-Rettung zusammen, die das Klinikum für Mitarbeiter der EWE-Windparks in der Nordsee übernommen hat. Spezielle ausgebildete Notärzte des Klinikums stehen im Notfall verunglückten oder kranken Mitarbeitern der Windparks zur Seite.
Nach der Grundsteinlegung im Winter folgte im Mai bereits das Richtfest für das neue Inselkrankenhaus auf Borkum. Neben dem Krankenhaus entstehen noch eine Fachpraxis für Innere Medizin, eine Rettungswache und Wohnungen für Mitarbeiter.
Einen Sprung nach vorne machte auch wieder das Krankenhaus Rheiderland in Weener. Dort entstand in drei großen Bauabschnitten in den vergangenen sechs Jahren praktisch ein neues Krankenhaus. OP-Säle, Arzt- und Funktionsbereiche, Eingangshalle, Café, Veranstaltungsräume, Patientenzimmer – alles neu. Im Oktober wurden die Arbeiten abgeschlossen. Erfreulicherweise brachte ein Staatssekretär aus dem niedersächsischen Sozialministerium zum Jahresende noch einen Bewilligungsbescheid über eine halbe Million Euro als Baukostenzuschuss mit.
So nebenbei brachte das Klinikum auch die Rettungswache des Roten Kreuzes neben dem Krankenhaus wieder in Schuss. Der Umbau und die Sanierung des 1910 gebauten Hauses gelangen dem Architektenbüro Woltermann so gut, dass es dafür einen mit 1000 Euro dotierten Preis für Denkmalpflege gab.
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