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Hanau, 03. Februar 2014
Nachwuchsforscher erarbeiten Ausstellung bei Wildpferden
Stiftung Flughafen unterstützt Stadt Hanau bei Umweltbildungsprojekt

„Wir wollen Kindern und Jugendlichen verstärkt näher bringen, welch wertvolles Stück Natur Campo Pond ist.“ Diesem Ziel, so Stadtrat Andreas Kowol,  soll ein Ausstellungsprojekt auf dem Gelände dieses Naturschutzgebiets auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz dienen. Ein entsprechendes Gebäude besteht bereits. Es soll mit finanzieller Hilfe der „Stiftung Flughafen Rhein/Main für die Region“ zum Experimentier- und Ausstellungsraum umgebaut werden. Der Bundesforstbetrieb Schwarzenborn, eine Fachsparte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, steht als Eigner des Geländes hinter dem Projekt. Schulen, die sich für dieses Projekt interessieren, können sich schon jetzt beim Umweltzentrum Hanau melden.

Die Stiftung Flughafen will die Rhein-Main-Region attraktiver machen und fördert nachhaltige Ideen und Projekte aus den Bereichen Natur, Ökologie, Kunst und Kultur rund um den Flughafen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Biodiversität, also die biologische Vielfalt. Die wiederum  liegt dem Umweltzentrum Hanau und ihrer Leiterin Gabriele Schaar-von Römer besonders am Herzen.

„Von daher ist Campo Pond ein idealer Ort Biodiversität im Rahmen der Umweltbildung hautnah zu erleben“, findet sie. Hier könnten junge Naturforscher und -forscherinnen auf eine „Entdeckungsreise durch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und über Wald, Wiese und Wasser unternehmen“.

Dabei haben die Przewalski-Pferde, die Campo Pond beweiden und so als Landschaftspfleger den vorhandenen einzigartigen Lebensraum sichern helfen, quasi Magnetfunktion, um über Führungen gezielt junge Menschen für die dortigen Naturschätze zu interessieren. Das soll, so Schaar-von Römers Vorstellung, neugierig machen für das Erproben naturwissenschaftlicher Arbeitsmethoden rund um den geplanten Experimentier- und  Ausstellungsraum.

In Seminaren und Kursen sollen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie weitere interessierte Gruppen vor allem das Kartieren von Pflanzen näher kennenlernen. „Die Datenaufnahme der unterschiedlichen

Lebensräume im Naturschutzgebiet Campo Pond steht im Vordergrund und soll in einer Ausstellung festgehalten werden“, erläutert Schaar-von Römer.

„Die Obere Naturschutzbehörde als Aufsichtsbehörde ist an den Ergebnissen sehr interessiert und begrüßt das Methodentraining mit dem Nachwuchs“, berichtet  Umweltdezernent Kowol. Das zeige, welchen  Stellenwert das neue Umweltbildungsprojekt in Hanau habe.

Silbergras und Sand-Strohblume beispielsweise bilden eine einmalige Landschaft für Insekten, Vögel und Amphibien. Die vielfältigen Lebensräume wie Sand-Magerrasen „bieten ein natürliches Labor und exzellente Bedingungen für wissenschaftliches Arbeiten“, ist Schaar-von Römer überzeugt.

Das städtische Umweltzentrum Hanau, 2013 als Bildungsträger für nachhaltige Entwicklung „Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ vom Land Hessen zertifiziert, erachtet Kowol als „prädestinierten Träger für eine solche Einrichtung, in der es um Bildung für nachhaltige Entwicklung geht“. Dabei stehe im Mittelpunkt den eigenen Lebensalltag mit dem Anwenden von Wissen  zu verknüpfen, erläutert Schaar-von Römer weiter. „Hier können Kinder und Jugendliche Fähigkeiten entwickeln, an sie bisher vielleicht noch nie gedacht haben“, glaubt sie.

Dementsprechend stellte sie einen Förderantrag und hatte Erfolg: Die „Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region" fördert 35 Prozent der entstehenden Kosten. Die restlichen 65 Prozent muss die Stadt Hanau beisteuern. 

 Das in Frage kommende Gebäude auf Campo Pond ist im Besitz des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn. Dessen Leiter Christoph Göbel „freut sich über die Weiterentwicklung und ist gespannt auf die Ergebnisse des Forschernachwuchses“, versichert Kowol. Göbel hat 2013 das Dach der früher von US-Soldaten genutzten Lagerhalle bereits sanieren lassen.

Das Land Hessen finanziert die Stiftung Flughafen mit Geldern aus der Dividende, die die Fraport AG an den Anteilseigner Land ausschüttet. „Die Stiftung kann deshalb wichtige Beiträge leisten, einen Ausgleich für die vom Flughafen ausgehenden Belastungen zu schaffen“, heißt es in ihrem Internet-Auftritt. Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Ministerpräsident Volker Bouffier, Vorsitzende des Beirats  Dr. h.c. Beate Heraeus.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Nachwuchsforscher
Auf Campo Pond: Gabriele Schaar von Römer und Martin Schroth von der Unteren Naturschutzbehörde nach Begutachten der ehemaligen Lagerhalle (im Hintergrund), in der junge Menschen eine Ausstellung erarbeiten sollen.


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