Stadtbaurat Christof Nolda: Neues Gewerbegebiet am Hauptbahnhof Kassel ist große Chance für zukunftsweisende Stadtentwicklung

05. Februar 2014. Nördlich des Kasseler Hauptbahnhofes entsteht in den nächsten Jahren auf ehemaligen Bahnflächen ein hochwertiges Gewerbegebiet, in dem sich insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Forschung, Technik und Dienstleistung ansiedeln sollen. Die Stadt Kassel hat für diesen innerstädtischen Bereich das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gewinnen können. Die Energiewende steht im Zentrum der Institutsarbeit. „ Wir sehen in der Entwicklung dieses Gebietes eine erhebliche Chance und zukunftsweisende Bedeutung hinsichtlich eines Wirtschaftsbereiches, der sich mit den großen forschungs- und energiepolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre auseinandersetzt“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. „Aus meiner Sicht ist die Entwicklung dieses Bereiches ein wichtiger Baustein für die Kasseler Innenstadt, aber auch für den Standort Kassel insgesamt.“

Die Stadt Kassel hat die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofes im September 2013 von der Deutschen Bahn AG erworben und wird sie mit eigenem Geld sowie mit europäischen Fördermitteln aus dem EFRE-Strukturfonds baureif machen. In diesem und im nächsten Jahr werden Teile der vorhandenen Gebäude des früheren Güterbahnhofes abgebrochen sowie der Kanal und die Straßen für die Erschließung des Geländes gebaut. Mit den Abbrucharbeiten soll im Frühsommer dieses Jahres begonnen werden. Derzeit baut die Deutsche Bahn AG die ehemaligen Gleisanlagen zurück. Parallel wird ein Bebauungsplan erstellt, um auf dem 60.000 Quadratmeter großen Areal innerstädtische Gewerbeflächen auszuweisen.

Ein Teil des Gebietes mit einer Fläche von etwa 32.000 Quadratmetern wurde Ende vergangenen Jahres von der Stadt an die Fraunhofer Gesellschaft verkauft. Diese will dort die bislang auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilten Bereiche des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) bündeln. Auf den restlichen 28.000 Quadratmetern können sich weitere Firmen mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung ansiedeln. Dies bietet die Chance ein europäisches Forschungsnetzwerk zu entwickeln, das seinen Sitz in Kassel hat und vom Fraunhofer-Institut IWES gesteuert werden soll. Ziel sei es, Teile eines europäischen Instituts im direkten räumlichen Verbund mit dem IWES zu verorten.

In der ersten Baustufe sollen bis 2018 die Gebäude für rund 330 Arbeitsplätze mit einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Finanzierung von Fraunhofer-Neubauten teilen sich üblicherweise das Bundesland, in dem das Fraunhofer-Institut angesiedelt ist - in diesem Fall also das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst - und das Bundesforschungsministerium, das die Grundfinanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft trägt.

Für den Neubau führt die Fraunhofer Gesellschaft einen Architektenwettbewerb durch. „Die Einbeziehung verschiedener Architekten und die Entwicklung mehrerer Entwurfsvarianten in diesem Verfahren stellt für dieses wichtige Grundstück in der Kasseler Innenstadt eine Bebauung von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität sicher“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda.

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