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Hanau, 12. Februar 2014
Weiss-Thiel: Hanau braucht zwei Bäder - Defizit um rund eine Million Euro gesunken

Stadtrat Axel Weiss-Thiel hält den Fortbestand beider Hanauer Bäder für unabdingbar „vor allem wegen der sozialen Balance und zum Wohle von Schwimmvereinen und Schulen mit Schwimmunterricht“.  Von daher greife die Debatte über die Schließung oder Privatisierung der Hanauer Bäder zu kurz. Die städtische Bädergesellschaft hat die Besucherzahlen „durch attraktive Angebote kontinuierlich gesteigert“ und den Zuschussbedarf verringert.

Mehr als 332.000 Badegäste passierten 2013 die Kassen von Heinrich-Fischer- und Lindenau-Bad, hinzu kamen fast 18.000 Saunagäste. „Hier zahlen sich die Investitionen in beide Häuser und gewachsene Kundenfreundlichkeit aus“, findet Weiss-Thiel als Aufsichtsratsvorsitzender der Hanau Bäder GmbH.

Damit einher gehe ein „Konsolidierungskurs durch energiesparende Investitionen und Umorganisation“, führt der Stadtrat weiter aus. Während der Betrieb des Heinrich-Fischer- und des Lindenau-Bads im Jahr 2010 noch rund 3,8 Millionen Euro Zuschuss durch die BeteiligungsHolding Hanau erforderte, sank dieser 2013 nach der letzten Hochrechnung auf etwa 2,8 Millionen Euro.

Dieser „auch künftig weiter gehende Gesundungskurs“ helfe den Fortbestand beider Hanauer Bäder dauerhaft zu sichern. Klar sei, dass Schwimmbäder, die sich an breite Bevölkerungsschichten sowie den Vereins- und Schulsport richten, „auf Dauer ein Zuschussbetrieb bleiben“, so Weiss-Thiel weiter. Das gelte nicht nur für Hanau.

Private Spaßbäder hingegen zielten mit relativ hohen Eintrittspreisen auf eine „entsprechend zahlungskräftige Kundschaft“ ab. Dass das Tarifsystem der Hanau Bäder GmbH als familienfreundlich anzusehen sei, habe 2013 eine Frankfurter Tageszeitung in einem Vergleich mehrerer Bäder im Rhein-Main-Gebiet bescheinigt und dazu aufgefordert „Pack‘ die Badehose ein und fahr‘ nach Hanau“.

Als Sozial- und Schuldezernent rate er dringend die Folgen einer Bäderschließung für den Nachwuchs zu bedenken. In einer Zeit mit vielfach mangelnder Bewegung unter Kinder und Jugendlichen sei das Anleiten zum Schwimmen „sinnvoller denn je“. Voraussetzung dafür wiederum sei  Schwimmen und Tauchen in der Schule zu lernen.

Hanau könne sich glücklich schätzen, mit dem Lindenau- und Heinrich-Fischer-Bad zwei moderne Sportstätten zu haben. Im Durchschnitt etwa 35.000 Badegäste jährlich entstammen Schulklassen, die zu mehr als der Hälfte der werktäglichen Öffnungszeiten beide Bäder im Schwimmunterricht belegen.

Weitere fast 30.000 Besucher kommen aus den Vereinen und Organisationen mit Breiten-, Gesundheits- und Leistungssport, wie z.B. 1. Hanauer Schwimmverein, WSV Delphin, Tauchsportverein, DLRG und Wasserwacht, Turngemeinde Hanau aber auch Volkshochschule, VDK, Lebenshilfe oder Klinikum. Über 190 Wochenstunden werden hier einzelne oder mehrere Bahnen vor allem nachmittags und abends belegt.

Daher empfiehlt Weiss-Thiel Kritikern der Hanauer Bäder ihre Vorstellung von Bäderschließung „Auge in Auge mit den Schulleitern und Vereinsvorsitzenden zu diskutieren“. Gespannt sei er auch zu hören auf welches der beide Bäder diese Kritiker denn verzichten wollten.                



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266

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