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Altena/Bochum, 17.02.2014
Ein Aufzug für die Burgbesucher
Ingenieurkammer-Bau NRW verleiht Fachpreis für Bau eines Erlebnisaufzugs in die Burg Altena

Die Burg Altena thront majestätisch über der Stadt im Sauerland, doch wer sich zu dem historischen Bauwerk aufmachen will, muss es über eine enge Straße anfahren. Abhilfe soll da der neue Erlebnisaufzug schaffen, der bis zum kommenden Frühjahr entsteht. Die Generalplanung für das Vorhaben hat die Ingenieurgemeinschaft Burg Altena, die aus den Partnern CDM Smith Consult und der Karnasch Planungsgesellschaft besteht. Da das Projekt auf besondere Weise die Leistungen von Ingenieuren vorführt, erhielt es von der Ingenieurkammer-Bau NRW jetzt einen Fachpreis.

 

Die Ingenieurkammer zeichnete das Vorhaben im Bereich „Innovationen in der Barrierefreiheit“ aus. Das Projekt zeigt nach Ansicht einer Fachjury vorbildlich, wie spezielle Herausforderungen mit ingenieurtechnischer Cleverness und Kreativität gelöst werden können. Das Vorhaben ist eines von etwa 70, mit denen sich Ingenieure anlässlich eines Projekt-Wettbewerbs zum 20-jährigen Bestehen der IK-Bau NRW im Jahr 2014 präsentieren. Die Öffentlichkeit kann im Internet unter http://www.projektwettbewerb.ikbaunrw.de über alle Vorhaben abstimmen. Der Wettbewerb der IK-Bau NRW dauert noch bis November. Jeder Teilnehmer der Abstimmung hat die Chance auf einen von zehn Preisen.

 

Der Aufzug in der Burg Altena soll die Fußgängerzone der Stadt direkt und barrierefrei mit dem historischen Bauwerk verbinden. Durch einen 95 Meter langen Stollen gelangen die Besucher in einen kavernenartigen Vorraum zum Lift. In dem Aufzug können bis zu 15 Personen nach oben fahren, die Fahrtzeit für die rund 85 Meter dauert etwas über eine halbe Minute. Die Fahrt nach oben endet in der Remise der Burg.

 

Die CDM Smith Consult GmbH hatte auch die Planung der Sprengarbeiten, die Objekt- und Tragwerksplanung sowie die Bauüberwachung übernommen. „In dem Stollen zum Aufzug soll die Geschichte der Burg multimedial dargestellt werden“, sagt Projektleiter Dipl.-Ing. Michael Löffler. So passieren die Besucher verschiedene Erlebnisstationen, in denen in die Sagenwelt Südwestfalens vorgestellt wird.

 

Im November 2012 hatten die Bauarbeiten für das Projekt begonnen, die Kosten liegen bei rund 6,7 Millionen Euro und werden zu 90 Prozent durch Fördermittel der EU und des Landes NRW gedeckt. „Mit dem Projekt soll vor allem der Tourismus in der Region angekurbelt werden“, erklärt Löffler.

 

Im Eingangsbereich zum Stollen wurden zwei Häuser abgerissen und ein neues Eingangsgebäude errichtet. Die Sprengungen und Bohrarbeiten am Stollen und Schacht konnten nach Angaben von Löffler ohne größeren Aufwand umgesetzt werden. Allerdings erforderte der Abtransport des Schiefergesteins eine besondere logistische Planung: So mussten Gestein und Erde auf engstem Raum durch die Altenaer Innenstadt gebracht werden.

 

Zahlreiche Firmen und Unternehmen sind in das Projekt, das im Rahmen der Regionale Südwestfalen 2013 gefördert wird, eingebunden. Umfangreiche Abstimmungen waren deshalb nötig. „Wir haben 37 Einzelvergaben hier“, sagt Löffler. 

 

http://www.projektwettbewerb.ikbaunrw.de   

Michael Bosse
Pressesprecher
Ingenieurkammer-Bau NRW
Zollhof 2
40211 Düsseldorf

Tel. 0211-130 67 132
Fax 0211-130 67 150
Mobil 0170-6341750
E-Mail bosse@ikbaunrw.de

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen (IK-Bau NRW) ist die berufsständische Selbstverwaltung und Interessenvertretung der im Bauwesen tätigen Ingenieurinnen und Ingenieure in Nordrhein-Westfalen. Mit mehr als 10.000 Mitgliedern ist sie die mitgliederstärkste Ingenieurkammer in Deutschland.

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