Erinnerung an das Geburtshaus der Brüder Grimm
- Neue Info-Tafel am „Paradeplatz Nr. 1“
Groß, grau und edel ist die neue Info-Tafel am Freiheitsplatz Nr. 1, die an das Geburtshaus der Brüder Grimm (ehemals Paradeplatz Nr. 1) erinnert, das am 19. März 1945 dem alliierten Luftangriff zum Opfer fiel. Sie ersetzt zwei kleinere Plaketten, die sei 2007 den historischen Ort kennzeichneten. „Die neue Tafel passt sehr gut zur neuen Fassade und Eingangsbereich und hat hier einen würdigen Platz gefunden“, befand OB Claus Kaminsky bei der Enthüllung. „Ich freue mich, dass wir die Tafel noch rechtzeitig zum Jahrestag der Geburt von Wilhelm Grimm am 24. Februar 1786 anbringen konnten.“
Grund für die Erneuerung gab die Renovierung der Immobilie, die einst die Metzgerei Zeiss und das Kino Arabella beherbergte. Hauseigentümer Karlheinz Seidenspinner nahm diese zum Anlass im Namen seiner Familie eine neue Tafel zu stiften. Auch die Stadt Hanau und der Hanauer Geschichtsvereins 1844 e.V. trugen ihr Scherflein dazu bei.
„Die Neufassung ist viel größer, zeigt neben dem Hinweis auf das Geburtshaus auch neue gut sichtbare Bilder sowie den Stammbaum der Familie Grimm“, erläutert Martin Hoppe, Vorsitzender des Hanauer Geschichtsvereins, der der Enthüllung der Tafel ebenfalls beiwohnte. Entworfen wurde das gute Stück von Volker Stelzner von United Powerfields in Hanau.
Text der Info-Tafel:
GEBURTSHAUS DER BRÜDER JACOB UND WILHELM GRIMM
An dieser Stelle – ehemals Paradeplatz 1 – stand das Geburtshaus der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Die weltbekannten Märchensammler, Sprachforscher und politisch handelnden Gelehrten wurden hier am 4. Januar 1785 (Jacob) und am 24. Februar 1786 (Wilhelm) geboren. Ihre Eltern waren der Stadt- und Landschreiber sowie Stadtsekretär Philipp Wilhelm Grimm und Dorothea Grimm, geb. Zimmer.
Das Gebäude wurde – wie die gesamte Hanauer Innenstadt – im Zweiten Weltkrieg am 19. März 1945 durch einen alliierten Luftangriff zerstört.
DIE FAMILIE GRIMM
Die Grimms sind eine alte hessische Familie. Als Begründer der Hanauer Linie ist Johannes Grimm belegt, ab 1639 Bürger der Altstadt und Wirt der Gastwirtschaft „Zum Fass“. Friedrich Grimm (1672 – 1748), Urgroßvater Jacob und Wilhelm Grimms, war Erster Pfarrer an der Marienkirche und Inspektor der reformierten Gemeinden der Grafschaft Hanau. Philipp Wilhelm Grimm und Dorothea Zimmer, die Eltern der Grimms, hatten insgesamt neun Kinder, von denen drei bereits im frühen Kindesalter starben. Die Familie wechselte im Januar 1791 von Hanau nach Steinau an der Straße über, wohin der Vater als Amtmann versetzt wurde.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:
Neue GRIMM-Tafel
Foto (v.l.): Martin Hoppe, Karlheinz Seidenspinner und Oberbürgermeister Claus Kaminsky bewundern die neue Tafel, die auf den ehemaligen Standort des Geburtshauses der Brüder Grimm am Freiheitsplatz Nr. 1 hinweist.
GRIMM-Tafel nah
Der Entwurf stammt von Volker Stelzner von United Powerfields in Hanau.
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