Messungen an Kanalschächten

03.03.2014 | Herten

Ingenieure ermitteln Fremdwassermenge

Im Hertener Norden gehen ab Dienstag, 4. März, die Ingenieure auf nächtliche Messtour. Die Experten prüfen, wie viel Wasser im Kanalsystem eigentlich nicht dorthin gehört. So genanntes „Fremdwasser“ kann zum Beispiel Grundwasser sein, das über undichte Schächte in den Schmutzwasserkanal gelangt. Dieses Wasser ist qualitativ zwar gut, belastet mit seinem Volumen allerdings das Kanalsystem und die Kläranlagen unnötig.

Die Ingenieure untersuchen die Stellen, bei denen während der jährlichen Kanalinspektion festgestellt wurde, dass Fremdwasser in den städtischen Kanal eindringt. Um genau herauszufinden, wie viel Wasser an diesen Punkten in das Kanalsystem gelangt, messen die Profis an etwa 25 Schächten im nördlichen Stadtgebiet den aktuellen Durchfluss. Während der Messungen muss möglichst wenig „normales“ Schmutzwasser, also Abwasser aus den Hertener Haushalten, im Kanal sein. Daher arbeiten die Ingenieure nachts. Die Messungen beginnen um etwa 23.30 Uhr und dauern bis etwa 5 Uhr an. Um belastbare Vergleiche zu bekommen, werden diese Messungen im Monatsrhythmus bis Ende Juni wiederholt.

Regenwasser im Kanal kann das Messergebnis verfälschen. Trockenes Wetter ist also für das geplante Verfahren unerlässlich.

Ein solches Konzept zur Fremdwasserbeseitigung wurde bereits vor einigen Jahren für das Einzugsgebiet der Emscher erstellt. Nun ist der Hertener Norden, also das Einzugsgebiet der Lippe, an der Reihe.

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