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Aachen/Düsseldorf, 04.03.2014
Bürogebäude in Erdbebenzone errichtet
KKK Ingenieurgesellschaft sorgt für Standsicherheit bei Bau eines Bürogebäudes in Aachen – Ingenieurkammer-Bau NRW verleiht Fachpreis

Gleich zwei Besonderheiten hat die KKK Ingenieurgesellschaft mbH beim Neubau eines Bürogebäudes auf dem Gelände des RWTH-Campus in Aachen berücksichtigen müssen. Der schlechte Baugrund und die Tatsache, dass das Gebäude in der besonders kritischen Erbebenzone 3 errichtet wurde, machten die Aufgabe für die Ingenieure aus Düsseldorf nicht gerade einfach. „Diese Voraussetzungen haben an uns als Tragwerksplaner schon hohe Anforderungen gestellt“, sagt Projektleiter Dipl.-Ing. Jens Maria Wixmerten-Nowak. Durch intelligenten Materialeinsatz konnte das Projekt bis zum Frühjahr 2011 umgesetzt werden, Bauherr war die Carpus+Partner AG, die in das Objekt mit ihren Mitarbeitern einzog. Da das Vorhaben in besonderer Weise die Leistungen von Ingenieuren vorführt, erhielt es von der Ingenieurkammer-Bau NRW jetzt einen Fachpreis.

 

Die Ingenieurkammer zeichnete das Vorhaben im Bereich „Optimierung der Wirtschaftlichkeit“ aus. Das Projekt zeigt nach Ansicht einer Fachjury vorbildlich, wie spezielle Herausforderungen mit ingenieurtechnischer Cleverness und Kreativität gelöst werden können. Das Vorhaben ist eines von rund 70, mit denen sich Ingenieure anlässlich eines Projekt-Wettbewerbs zum 20-jährigen Bestehen der IK-Bau NRW im Jahr 2014 präsentieren. Die Öffentlichkeit kann im Internet unter http://www.projektwettbewerb.ikbaunrw.de über alle Vorhaben abstimmen. Jeder Teilnehmer der Abstimmung hat die Chance auf einen von zehn Preisen. Der Wettbewerb der IK-Bau NRW dauert noch bis November.

 

Beim Bau des Carpus-Gebäudes, das eine Grundfläche von etwa 40 mal 40 Metern hat, erstellten die Ingenieure von KKK auch den Stabilitätsnachweis für das Objekt. Zwei L-förmige Gebäude wurden bei dem Neubau miteinander verbunden, im Inneren entstand ein Stahlglasatrium. Zur optimalen Integration der Haustechnik entschied sich der Bauherr für eine Flachdecke, die einen großen Spielraum bei der Integration der Großraumbüros bot.

 

Wegen des nicht tragfähigen Baugrundes wurden Pfähle in den Boden gerammt und ein Stahlbeton-Tragrost daraufgesetzt. Ein Austausch des Bodens war zuvor aus Kostengründen verworfen worden. „Im Eingangsbereich wurden dann außenliegende Diagonalstützen verwendet“, erklärt Wixmerten-Nowak. Dazu wurden Stahlstützen genommen, die mit aufwändigen Stahleinbauteilen und sichtbaren Gelenken an die Erdgeschossdecke verbunden wurden. Dadurch wurde eine ansprechende Optik gefunden, die die Knotenpunkte in der Konstruktion deutlich macht. „Zudem wurde durch die Verwendung der Stahlstützen das Gewicht der Konstruktion deutlich niedriger, als wenn - wie zunächst erwogen - Betonstützen verwendet worden wären“, erklärt Projektleiter Wixmerten-Nowak.     

 

Die Bruttogeschossfläche für das neue Gebäude beträgt mehr als 3.300 Quadratmeter, durch eine versetzte Anordnung entstanden fünf Etagen. Die Kosten für das gesamte Vorhaben lagen bei rund 6,9 Millionen Euro. Und neben der Arbeit wurde auch an Entspannung und Stärkung der Mitarbeiter gedacht: Im Eingangsbereich gibt es ein Bistro/Restaurant, das auch für Besucher frei zugänglich ist.

Michael Bosse
Pressesprecher
Ingenieurkammer-Bau NRW
Zollhof 2
40211 Düsseldorf

Tel. 0211-130 67 132
Fax 0211-130 67 150
Mobil 0170-6341750
E-Mail bosse@ikbaunrw.de

Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen (IK-Bau NRW) ist die berufsständische Selbstverwaltung und Interessenvertretung der im Bauwesen tätigen Ingenieurinnen und Ingenieure in Nordrhein-Westfalen. Mit mehr als 10.000 Mitgliedern ist sie die mitgliederstärkste Ingenieurkammer in Deutschland.

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