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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 05.03.2014


Zum Internationalen Frauentag: szenische Lesung von „Fräulein Else“ mit Gabriele Brüning

Iserlohn.

Für die szenische Lesung von Arthur Schnitzlers Novelle „Fräulein Else“ am Donnerstag, 6. März, um 19.30 Uhr, im Gewölbekeller im Haus Letmathe, Hagener Straße 62, gibt es noch einige Restkarten.

Die 19 jährige Else befindet sich auf einer Ferienreise in Italien. Dort erhält sie einen Brief von ihrer Mutter, indem sie aufgefordert wird, von dem Kunsthändler Dorsday die Summe von 30.000 Gulden zu leihen, um ihren verschuldeten Vater vor dem Gefängnis zu retten. Dorsday bietet seine Hilfe an, aber nur unter der Bedingung, sie für 15 Minuten nackt zu sehen. Sein Angebot stürzt Else in einen nahezu unlösbaren Konflikt. Arthur Schnitzler wählt erstmalig in der deutschsprachigen Literatur den Inneren Monolog als Erzählform. Indem er jedes Detail aus der Perspektive der Else beschreibt, offenbart er ihr komplexes Seelenleben. Die Themen, die Arthur Schnitzler beschreibt sind zeitlos und mitreißend. Der Schriftsteller Felix Salten brachte es bereits 1924 auf den Punkt: „Selten ist eine Frauenseele in ihren geheimsten Regungen so durchleuchtet worden und so rein gewesen wie diese: so ganz noch Kind, so sehr noch Jungfrau, so ahnungsvoll schon Weib, so erfüllt von Güte, so durchblitzt von Messerschärfe des Verstandes, so gelind an Zärtlichkeit und so sanft in der Verzweiflung.“ (in: Neue Freie Presse. Morgenblatt, 23.11.1924)

„Fräulein Else“ ist eine der bedeutendsten Erzählungen des 20. Jahrhundert. Mit ihrer eigenen Produktion schafft es Gabriele Brüning, die sich zurzeit auf Sauerlandtournee befindet, den Zuschauern tiefe Einblicke in das Seelenleben einer verzweifelten jungen Frau zu geben. Und doch regt der Abend keineswegs zur Traurigkeit an. Vielmehr verspricht er zu unterhalten und die eine oder andere Frage des Lebens aufzuwerfen. Stimmen aus der Presse verheißen nur Gutes: „Brüning spielt fantastisch. Und das Stück hat alles, was gute Unterhaltung braucht. Schwüle Erotik, Wirtschaftskriminalität und Humor“ (Münstersche Zeitung).

Restkarten sind für zwölf bzw. acht Euro ermäßigt an der Abendkasse erhältlich. Nähere Informationen, auch zu weiteren Veranstaltungen der Gleichstellungsstelle rund um den Frauentag, der 2014 unter dem Motto „Brot und Rosen“ steht, gibt es unter www.gleichstellungsstelle-iserlohn.de.



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