Stadtmuseum Kassel stellt Neukonzeption vor – Werkstattbesichtigungen ab 23. März

20. März 2014. Was tut sich eigentlich hinter den Baugerüsten des Stadtmuseums am Ständeplatz? Wie steht es um das Konzept für den Wiedereinzug und die Vorbereitungen für die zukünftigen Ausstellungen? Welche Schätze in Depots und Sammlungen warten darauf, wieder – angemessen präsentiert - ans Licht der Öffentlichkeit zu kommen? Was wird alles neu sein, wurde inzwischen „bildschön“ restauriert oder muss noch heraus geputzt werden? “Werkstattbesichtigungen“

Begleitend zu den Umbauarbeiten am Ständeplatz lädt das Stadtmuseums bis zur Neueröffnung 2015 in loser Folge zu „Werkstattbesichtigungen“ mit Einblicken in die Museumsarbeit ein.

Los geht es am Sonntag, 23. März, ab 11.30 Uhr mit Vorstellung der Gesamtkonzeption und Präsentation zu Restaurierungsprojekten und Modellbau. Auf dem Programm steht: 11.30 – 13.00 Uhr: Konzept für das neue Stadtmuseum (Dr. Cornelia Dörr)- 13.30 – 14.00 Uhr: Frisch restauriert. Kassel aus dem Ballon von W. Lüttebrand (Christiane Ehrenforth) - 14.30 – 15.00 Uhr: Modellstadt Kassel. Das Karlshospital (Jan Hendrick Neumann und Dr. Christian Presche).

Durchgängig sorgen die Freunde des Stadtmuseums Kassel e.V. für Kaffee und Kuchen.

Am Sonntag, 27. April, werden Raritäten der Fotosammlung vorgestellt.

Passend zum Motto des diesjährigen „Internationalen Museumtags“ dreht sich am Sonntag, 18. Mai, alles um „Stiftungen und Neuerwerbungen“.

Zum Herbst sind Veranstaltungen zum Thema „Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts“ und Vermittlungsstrategien geplant.

Danach wird es ernst mit der Einrichtung des neuen Museumsgebäudes. Für den 6. Dezember, ein Jahr nach dem Richtfest, soll die Finissage der 2010 bezogenen Schaustelle in der Wilhelmsstraße und die Schlüsselübergabe für den Neubau am Ständeplatz stattfinden. Dann wird der Umzug in das umgebaute Gebäude und die Ausstellungseinrichtung beginnen. Sobald sich der Baustaub verzogen hat und das Klima stimmt, beginnt die Ausstellungseinrichtung. Bei etwa 300 eingeplanten Exponaten unterschiedlicher Beschaffenheit – von der ältesten Stadtansicht bis zum „Trümmermodell“ – eine Herkulesarbeit. Geschafft sein soll das alles bis Mitte 2015.

Das neue Museumskonzept des Stadtmuseums Kassel Insgesamt gliedert sich das künftige Stadtmuseum Kassel in drei miteinander korrespondierende Bereiche: Einen über die drei Etagen gegliederten „Historischen Rundgang“ durch die Kasseler Stadtgeschichte, variable Wechselausstellungsflächen und die für Veranstaltungen, gezielte Nachforschungen und museumspädagogischen Aktivitäten vorgesehenen „Nutzerräume“ mit „KasselFoyer“, „StadtWerkstatt“, Museumhof und „Stadtloggia“.

Historischer Rundgang durch die Stadtgeschichte

Der „Historische Rundgang“ durch die Stadtgeschichte Kassels ersetzt die alte Dauerausstellung des Stadtmuseums und wird sich über die drei Etagen des Altbaus entlang der Wilhelmsstraße erstrecken. Er folgt dem chronologischen Prinzip, setzt aber zusätzlich in jeder Abteilung thematische und gestalterische Schwerpunkte. Für Veränderungen in der Betrachtung der jeweiligen Epoche sollen so genannte „Interventionsflächen“ sorgen. Hier werden je nach Anlass wechselnde Exponate aus den umfangreichen Sammlungen gezeigt.

In der Eröffnungsabteilung im Erdgeschoss, die mit der Ersterwähnung Kassels einsetzt, steht unter dem Titel „Die alte Stadt“ das vom Landgrafenschloss dominierte Stadtbild vergangener Zeiten und der Ausbau der Residenzstadt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts im Vordergrund. Die Abteilung „Vom Untertan zum Bürger“ im mittleren Geschoss handelt von den gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts und rückt die handelnden Persönlichkeiten ins Zentrum. Das Obergeschoss konfrontiert schlaglichtartig unter der Überschrift „Krieg und Frieden“ mit den für Kassel folgenschweren Ereignissen des 20. Jahrhunderts.

„Damit sollen die Spitzenstücke der Sammlung anschaulich präsentiert und die wichtigsten der immer wieder an uns heran getragenen Fragen zu Kassels Geschichte informativ beantwortet werden können. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Schulklassen und alle Neubürger sondern auch an Städtetouristen“, so Museumsleiterin Dr. Dörr.

Wechselausstellungen im Geschichtsturm

Die dem Altbau angegliederten Räume des neu gebauten Turms sind für wechselnde Ausstellungen vorgesehen und können entweder in einzelnen Abschnitten oder „en Bloc“ bespielt werden. Im Besonderen soll hier Platz für eine Auseinandersetzung mit der jüngeren Zeitgeschichte Kassels sein.

Stadtloggia

In 18 Meter Höhe eröffnet die oberste Etage des Turmanbaus ein „Fenster zur Stadt“ von heute und ist für Aktionen und Installationen zu Gegenwart und Zukunft Kassels reserviert.

KasselFoyer, StadtWerkstatt und Museumshof

Im Foyer des neuen Museums steht im Altbauflügel zum Ständeplatz ein Raum zur Verfügung, der eintrittsfrei über Neuigkeiten im Stadtmuseum informiert, darüber hinaus „Lust auf Kassel und seine Geschichte“ machen will und Platz für einen Museumsladen, Stiftervitrine, kleinere Studioausstellungen und andere Aktivitäten der Museumsfreunde anbietet. Im Untergeschoss – mit Zugang zum „Museumshof“ –soll vor allem die museumspädagogische StadtWerkstatt zum Mitmachen anregen.

Hintergrund:

Das Stadtmuseum will seinen Besucherinnen und Besuchern durch wissenschaftliche Forschungsarbeit, interpretierte Ausstellungen und intensive Vermittlungsarbeit eine kritische Auseinandersetzung mit historischen und kulturellen Wurzeln der Stadt und ihrer Bewohner ermöglichen. Das neue Konzept für das 1979 als „Museum von Bürgern für Bürger“ ins Leben gerufene Stadtmuseum Kassel verbindet seine historischen Inhalte und bewährten Strukturen mit besucherorientierten Vermittlungsformen und setzt dabei verstärkt auf die Beteiligung der gesamten Stadtbevölkerung. Im Sinne einer „Neuen Museologie“, welche derzeit die Neugestaltungen der bundesdeutschen Geschichtsmuseen durchzieht, sollen neben festen Ausstellungen zur Stadtgeschichte auch zahlreiche Kooperationsprojekte mit Stadteilen, Schulen, der Universität und anderen Initiativen verwirklicht werden können. Über die „Freunde des Stadtmuseums Kassel“, mit mehr als 1200 Mitgliedern einer der größten Fördervereine seiner Art, steht ihm hierbei ein gewichtiger Partner zur Seite.

Für die Neugestaltung der Museumsräume wurde nach einem Auswahlverfahren 2011 das Ausstellungsbüro KOCMOC.net aus Leipzig engagiert. „Ausschlaggebend für die Entscheidung für KOCMOC.net“, so die Museumsleiterin Dr. Cornelia Dörr, „ waren die überzeugende Kompetenzen der Gestalter im Umgang mit kulturgeschichtlichen Ausstellungsthemen unterschiedlicher Art und erfrischend kreative Umsetzungsideen gewesen.“

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