100. Todestag von Christian Morgenstern: Veranstaltung im Rathaus mit Rezitator und Musiker Oliver Steller

25. März 2014. Mit seinem Programm „Frag nicht lang“ rezitiert der Musiker Oliver Steller am Donnerstag, 27. März, ab 20 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Gedichte, Briefe und Leben zum 100. Todestag des Dichters Christian Morgenstern. Veranstaltet wird der musikalische Abend von der Stadtbibliothek der Stadt Kassel.

Oliver Steller, der von der FAZ als „die Stimme der deutschen Lyrik“ bezeichnet wird, ist ein Meister der Rezitation. Er schafft es in unvergleichlicher Art und Weise deutsche Lyrik mit selbstkomponierter Musik zu verbinden. Mit seinem ganz eigenen Rezitationsstil und seinen musikalischen Fertigkeiten überzeugt Steller mit einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz. Kein Kostüm, kein Requisit, keine Schminke - der Stellersche Aktionsradius beschränkt sich auf die Größe einer Fußmatte. Seine Stimme erzeugt Bilder, seine Musik koloriert.

Der Musiker verwandelt sich in das Grollen eines landfressenden Meeres, in das Flackern einer züngelnden Kerze, in eine tausend Jahre alte Schildkröte und die vielen anderen Charaktere, die Morgenstern geschaffen hat. „Frag nicht lang“ ist ein Programm voller Leben, verbunden mit viel Musik.

Der Eintritt beträgt 8 Euro.

Hintergrund: Geboren wird Morgenstern am Ende des deutsch-französischen Krieges 1871 und er lebt in der bis dahin längsten konfliktfreien Zeit bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1914. Gerade mal 42 Jahre sind diesem Dichter vergönnt, um sein Werk zu vollenden und mit seiner komischen Lyrik im literarischen Gedächtnis zu bleiben. Die Erinnerung an einen Dichter, den man nur halb kennt, wenn man sich einzig an seine humorvoll-spielerischen Gedichte erinnert. Der größere Teil seines Werkes gleicht den Stimmungen eines Rainer-Maria Rilke, Franz Kafka und Herrmann Hesse, die mit Morgenstern in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts geboren wurden. Als neuromantisch werden die Germanisten diese Epoche später bezeichnen, Morgenstern selber bezeichnete sich als "Gelegenheitsdichter und nichts weiter".

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