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Das Stadtmuseum Iserlohn „nimmt den Faden wieder auf“: am Wochenende ist Nadelmarkt in Barendorf
Iserlohn.
Am kommenden Wochenende (Samstag, 5., und Sonntag, 6. April) findet in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf, Baarstraße 220-226, in Iserlohn der "Nadelmarkt 2014" statt. Jeweils von 11 bis 18 Uhr sind alle Intressierten herzlich eingeladen, in dem historischen Fachwerkdorf mit seinem besonderen Flair und den eindrucksvollen Zeugnissen der Industriegeschichte auf Entdeckungsreise zu gehen.
Auch der sechste Nadelmarkt verspricht seinem Motto "Überzeugen Sie sich vom angenehmen Ambiente und nehmen Sie eine kleine Auszeit von Massenprodukten" aufs neue gerecht zu werden. Mehr als dreißig Handwerker, Kunsthandwerker und Designer aus Nah und Fern präsentieren hochwertige Produkte, bei deren Entstehung das wichtigste Arbeitsgerät die Öhrnadel ist - ein Gebrauchsartikel, dessen Fabrikation in der Wirtschaftsgeschichte Iserlohns eine bedeutende Rolle spielte.
Handwerk und Design in kunstvoller Ausarbeitung Sticken gehört sicherlich zu den ältesten Handwerken. Hierzu präsentieren Aussteller historische Sammlungsstücke ebenso wie zeitgenössische Stickereien. Darunter befinden sich Stickmustertücher und Repliken wertvoller Originale, die dem modernen Wohnambiente eine besondere Note verleihen. Zu den schönen Dingen des Lebens, die das Wohnen in besonderer Weise unverwechselbar machen, gehören Tisch- und Bettwäsche aus edlen Stoffen, farbenprächtige und im wahrsten Sinne des Wortes "mustergültige" Quiltarbeiten sowie geschmackvolle Dekorationen aus bedruckten Patchworkstoffen. Mit von der Partie ist wieder eine Künstlerin aus Ulm mit gestrickten Raumobjekten, Wandbehängen und Teppichen aus uralten Leinengeweben mit erdigen Farbtönen. Neu dabei und ebenso nützlich wie ästhetisch sind Geschenkartikel, unter anderem aus feinem Wollfilz, die im Umgang mit technischem Gerät den Alltag erleichtern können.
Schwerpunkt 2014: Modedesign Zahlreiche Designerinnen werden erwartet, die zum Teil auch weite Anreisen nicht scheuen, um auf dem Barendorfer Nadelmarkt ihre handgefertigten und unverwechselbaren Unikate wie Röcke, Mäntel, Kleider etc. aus weichen Wollgeweben, trendigen Strickwaren oder pfiffigen Filzvliesen vorzustellen. Da nicht nur bei der Kleidung Individualität angesagt ist, sondern auch bei der Auswahl entsprechender Accessoires wie Gürtel, Taschen, Tücher und Mützen, nehmen sich die Herstellerinnen gerne Zeit und geben hilfreiche Tipps, wie man zum Beispiel Farben und Materialien miteinander kombiniert. Für die Kleinen und Kleinsten trifft man sowohl auf Farbenfrohes mit entzückenden Motiven als auch auf fein gemusterte Tauf- und Babykleidung aus handgewebten Stoffen. Nicht zum Kauf gedacht, aber eine Augenweide allemal, wird das im Haarnadelmuseum ausgestellte und mit viel Detailliebe genähte holländische Trachtenkleid aus dem frühen 19. Jahrhundert sein. Historische Nähutensilien aus Silber und bestickte Perlentäschchen demonstrieren unter anderem, welches das "must-have"“ und selbstverständliche Accessoire der Dame jener Zeit war. Zahlreiche Aussteller geben Einblick in ihr Können und lassen sich bei ihrer Arbeit gerne über die Schulter schauen. So zum Beispiel die Schmuckgestalterinnen, bei deren Herstellung von Perlenschmuck besonders feine Nadeln zum Einsatz kommen. Wer nach den vielseitigen Anregungen und Ideen selbst zu Nadel und Faden greifen möchte, kann sich gleich vor Ort mit den entsprechenden Materialien wie Näh- und Stickzubehör, Stick- und Nähgarnen, handgefertigten Knöpfen sowie sehr feinen Scheren aus Solingen versorgen.
Führungen und Workshops für Groß und Klein Technikinteressierte Besucher finden bei den Führungen im Nadelmuseum eine Antwort auf die Frage: "Wie kommt das Öhr in die Nadel?" (Samstag und Sonntag, jeweils um 11 Uhr). Auch in der Haarnadelfabrikation wird es jeweils nachmittags eine Vorführung geben (Samstag und Sonntag um 15.30 Uhr). An die jüngeren Besucher richten sich verschiedene Kreativ-Programme. Bei Peter Häusser (Museumspädagoge) gibt es „Kinderkunst mit Nadel und Faden“ (Samstag, 14 bis 16 Uhr). Und Julia Keune hat eine „Kleine Nähwerkstatt für Kinder“ eingerichtet (Samstag und Sonntag, jeweils um 14.30 und um 17 Uhr).
Wie in den vergangenen Jahren werden auch die in Barendorf ansässigen Künstler die Türen ihrer Ateliers öffnen. .
Auftaktveranstaltung des "Nadelmarkt 2014" ist am morgigen Freitagnachmittag ab 15 Uhr im Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz 1 eine Führung zur Wirtschaftsgeschichte Iserlohns. Marlis Gorki vom Verkehrsverein Iserlohn e.V. lädt anschließend zu einem Rundgang zu den ehemaligen Nadelfabrikationsstätten in der Innenstadt ein.
Das Team des Stadtmuseums und alle Mitwirkenden des Nadelmarktes freuen sich auf viele Besucher. Für das leibliche Wohl sorgen das Café Barendorf und der Inner Wheel Club Iserlohn.
Weitere Informationen zum Nadelmarkt gibt es beim Stadtmuseum Iserlohn unter den Rufnummern 02371 / 217-1960 oder -1961 oder im Internet unter www.nadelmarkt.de
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