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Hanau, 03. April 2014
Milder Winter hilft Hanaus Stadtkasse schonen
Weniger Straßenreparaturen und weniger Streusalzeinsatz als in den Vorjahren

Neue Schlaglöcher in den Straßen, tonnenweise Einsatz von Streusalz und Splitt – so bilanziert der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) gemeinhin einen abgelaufenen Winter. Es sei denn, es sind wie diesmal milde Monate vom 1. November bis 31. März – der Zeitraum, in dem der städtische Streudienst ständig einsatzbereit sein muss. So kann Stadtrat Andreas Kowol bilanzieren: „Der Winter 2013/14 hat sich durchaus  kostensparend auf den HIS-Etat ausgewirkt.“ Das gilt für den Streudienst auf Straßen und Gehwegen ebenso wie für die Reparatur von Schlaglöchern.

Schon der Blick auf die entstandenen Kosten für das Streugut zeigt den Unterschied: Während HIS in der abgelaufenen Winterdienst-Saison rund 10.000 Euro ausgegeben hat, war es 2012/13 mehr als fünfmal so viel Geld. Im langwierigen und für den Räumdienst daher entsprechend strapaziösen Winter kamen 31 Einsatz- und 82 Rufbereitschaftstage zusammen. Dagegen bilanziert HIS für 2013/14 nur fünf Einsatz- und 30 Rufbereitschaftstage. Entsprechend niedriger sind die Personalkosten.

Der Streusalz-Verbrauch beschränkte sich diesmal auf 75 Tonnen, hinzu kamen 17 Tonnen Magnesiumchlorid-Sole und 30 Tonnen Splitt für die Gehwege. Im Winter 2012/13 verzeichnete HIS hingegen 385 Tonnen Streusalz, 135 Tonnen Sole und 387 Tonnen Splitt.

Um für einen plötzlichen Wintereinbruch gewappnet zu sein, hielt HIS auch diesmal genügend Streusalz vor. „Das wird nicht schlecht und lässt sich vom kommenden Herbst an wieder benutzen“, versichert Ralph Sterk, der bei HIS dafür zuständige Abteilungsleiter.

     Dank des milden Wetters und der Sanierung einiger größerer Straßenabschnitte nach den Wintern 2011 und 2012 – seinerzeit zwei strenge Winter – sind  Hanaus Straßen relativ gut durch die Frostperiode 2013/14 gekommen. „Wir haben nicht einmal die Hälfte der Schlaglöcher wie nach den vorigen Wintern“, so der Erfahrungswert von Winfried Tirpitz, Baukontrolleur bei HIS. Er und drei Kollegen sind regelmäßig in vier Stadtbezirken unterwegs, um den Zustand von Straßen und Gehwegen in Hanau zu überprüfen. Im Verlauf der Frostperiode und nach dieser gilt das Augenmerk der städtischen Straßenbegeher neben offenkundigen Schlaglöchern vor  allem den vorhandenen Rissen im Asphalt.

„Wir schauen, ob der Wechsel zwischen Frost und Tauwetter den Straßenbelag weiter beschädigt hat. Denn das ist für den Asphalt schlimmer als knackiger Dauerfrost“, erläutert Tirpitz. Fotoapparat und Zollstock  sind sein wichtigstes Handwerkszeug, um die Entwicklung von Fahrbahnschäden zu dokumentieren.

Die Straßenkontrolleure von HIS gehen auch Hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern nach, die auf Schlaglöcher oder lose Gehwegplatten hinweisen.  Das sind gar nicht mal wenige, Tirpitz spricht von „zwei bis drei Anrufen pro Woche“.

Kleinere Straßenschäden, die Tirpitz und seine drei Kollegen melden, behebt der städtische Bauhof binnen weniger Tage. Größere Reparaturen vergibt HIS an private Fachfirmen. So rückte dieser Tage beispielweise die Asphaltbau- und Mischwerke GmbH an, um in Steinheim an der Kreuzung Schönbornstraße/Albrecht-Dürer-Straße rund 140 Quadratmeter Schäden im Straßenbelag flächenhaft auszubessern.

Der jährliche Etat für das Beheben von Straßenschäden, verursacht durch den Winter, beträgt 500.000 Euro. „Angesichts der  Haushaltslage ist HIS momentan um jeden Euro froh, den der Eigenbetrieb nicht ausgeben muss. Insofern ist uns der milde Winter gelegen gekommen“, bilanziert Hanau Verkehrsdezernent Kowol.

 

 

 

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Straßenkontrolleur
Winfried Tirpitz, Baukontrolleur vom Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service, dokumentiert mit drei Kollegen den Zustand der Straßenschäden in Hanau.


Straßenwinterschaden
An der Kreuzung Schönbornstraße/Albrecht-Dürer-Straße wurden 140 Quadratmeter Fahrbahndecke ausgebessert.


Salzbergrest
Ralph Sterk, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, demonstriert den verbliebenen Berg mit Streusalz im städtischen Betriebshof.


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