05. April 2014. Eine ausgewogene Ernährung mit mehr Obst und Gemüse und dafür weniger Fleisch - das ist Ziel einer gemeinsamen Initiative von Stadt und Landkreis Kassel. Das freiwillige Angebot des mit der Umsetzung beauftragten Gesundheitsamtes Region Kassel nennt sich „Kassel isst veggi“. Es richtet sich primär an Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung wie Kitas, Schulen, Mensen, Betriebskantinen oder Senioreneinrichtungen, die mindestens einmal in der Woche auf eine vielfältige Auswahl vegetarischer Speisen setzen und so Interesse für pflanzliche Alternativen wecken. Den Startschuss für „Kassel isst veggi“ gaben jetzt während der 11. Kasseler Gesundheitstage im Kongress Palais Stadthalle Kassels Stadträtin und Gesundheitsdezernentin Anne Janz und die Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel, Susanne Selbert.
Es gehe beim Veggi-Tag nicht darum, den Menschen Vorschriften zu machen oder ihnen das Schnitzel zu verbieten, sagt Gesundheitsdezernentin Anne Janz. „Der Veggi-Tag ist eine völlig freiwillige Angelegenheit. Aber wer auf genussvolle Weise Gutes tun will, ist mit vegetarischer Kost auf jeden Fall dabei. Die Stadt Kassel hat sich ganz bewusst entschieden, den Veggi-Tag zu unterstützen und dafür gibt es gute Gründe: Mit dem fleischlosen Tag tun wir uns nicht nur selbst etwas Gutes, sondern wir können damit auch auf ganz einfache Weise unsere Umwelt schonen und zur Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen beitragen.“
„Mit der Initiative ‚Kassel isst veggi‘ möchten wir viele Menschen für eine gesündere und umweltbewusste Ernährung nicht nur interessieren, sondern auch sensibilisieren“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert. Schließlich sei sich fleischärmer zu ernähren nicht nur gesund, sondern auch gut für unser Klima. Eine Studie der Vereinten Nationen zeige, dass die globale Tierhaltung mehr treibhauswirksame Gase verursache als der weltweite Verkehrssektor.
Die Lebensbedingungen haben sich geändert, ergänzt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel. „In den vergangenen Jahrzehnten ist eine massive Abnahme der körperlichen Aktivität in Beruf und Freizeit zu beobachten, ohne dass die Ernährung an den dadurch verringerten Energiebedarf ausreichend angepasst wurde. Das heißt, wir essen oft zu fett und zu hochkalorisch.“ Mit mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukten auf dem Speiseplan werden viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe aufgenommen. Dr. Karin Müller: „Wer zu viel Fleisch isst, riskiert an Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus zu erkranken.“
Markus Heckenhahn, Leiter Fachstelle für Gesundheitsförderung im Gesundheitsamt sagt: „Wir wollen Lust machen auf pflanzliche Alternativen. Denn anders als vielfach angenommen sind die Zeiten, in denen die fleischfreie Küche nur aus „Grünzeug“ bestand, längst vorbei. Mittlerweile gibt es unendlich viele leckere vegetarische Rezepte, bei denen selbst Fleischessern das Wasser im Munde zusammenlaufen wird.“ Bei „Kassel isst veggi“ gehe es nicht darum, die rein vegetarische Ernährungsweise zu propagieren. „Wir wollen zu einer ausgewogeneren Ernährung beitragen, zu der auch Fleisch- und Wurstwaren zählen, nur eben in einem der Gesundheit zuträglicheren Verhältnis als das es heute zu beobachten ist“, so Heckenhahn.
Welche Vorteile hat eine Beteiligung an „Kassel isst veggi“?
• Sie können Ihre Einrichtung/ Betrieb auf der Internetseite von „Kassel isst veggi“ vorstellen und damit Ihr Engagement für Gesundheit und Klimaschutz zur Geltung bringen. • Gegenüber von Kunden und Mitarbeitern zeichnen Sie sich als innovativen, engagierten und verantwortungsbewussten Dienstleister aus. • Bei guter Planung können Sie durch vermehrte Zubereitung vegetarischer Gerichte Einsparungen erzielen
Was ist zu beachten?
Sie setzen die Kampagne „Kassel isst veggi“ nach Ihren eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten um und halten sich dabei an zwei einfache Grundregeln: • Vorzugsweise donnerstags bieten Sie Ihren Gästen vermehrt oder ausschließlich ansprechende vegetarische Gerichte. • An diesen Tagen machen Sie auf geeignete Weise auf die „Kassel isst veggi“-Kampagne aufmerksam. Bei der Auswahl und Beschaffung entsprechender PR-Materialen werden Sie unterstützt.
Wie können Sie mitmachen?
Füllen Sie einfach eine Absichtserklärung aus und schicken sie an: Gesundheitsamt Region Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel.
Kontakt: Markus Heckenhahn, Gesundheitsamt Region Kassel, Tel. (0561) 1003-1982 oder E-Mail: markus.heckenhahn@kassel.de, Internet: www.kassel-isst-veggi.de.
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