Vortrag über die Krimtataren
Am 14. April in der Volkshochschule
Die Städtische Volkshochschule in die Leibnizstraße 23 lädt für kommenden Montag (14. April) zu einem Vortrag über die Geschichte, Kultur und aktuelle Situation der Krimtataren, eines muslimischen Volkes in Europa, ein. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um eine telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 03 91/5 35 47 70 wird gebeten.
Im Zusammenhang mit den Ereignissen auf der Krim standen die Krimtataren kürzlich im Blickfeld der Öffentlichkeit. Im Vortrag werden ihre historischen Wurzeln, die Kultur, das Bildungswesen und die politische Stellung im aktuellen Krimkonflikt beleuchtet.
Die Krimtataren wurden 1944 unter dem sowjetischen Stalin-Regime nach Zentralasien, in den Ural und nach Sibirien deportiert und konnten erst Ende der 1980er Jahre auf ihre Halbinsel zurückkehren. Sie versuchten nach dem Zerfall der totalitären Regime in Osteuropa für den Erhalt ihrer reichhaltigen und besonderen Kultur und Sprache zu sorgen, indem sie mit Hilfe internationaler Organisationen ihre kulturell-geistige Infrastruktur wieder aufbauten.
Der Referent Dr. Mieste Hotopp-Riecke, Islamwissenschaftler und Leiter des Instituts für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien Magdeburg, lädt mit seinem Vortrag auf eine Begegnungs- und Entdeckungsreise ein. Die gemeinsame Veranstaltung der Städtischen Volkshochschule Magdeburg und der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. erfolgt auch mit Unterstützung der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt sowie der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Initiative Deutsch-Krimtatarischer Dialog.
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