07. April 2014. Der Kasseler Kunstpreis 2014 geht an Angela Ender und Pia-Maria Sauer. Dies hat der Magistrat auf Vorschlag des Stiftungsrates der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung beschlossen. Die mit je 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Mittwoch, 23. Juli, um 18 Uhr im Kasseler Kunstverein durch Dr. Volker Schäfer und Oberbürgermeister Bertram Hilgen überreicht.
Angela Ender (Bildende Kunst)
Die 1983 in Ulm geborene Künstlerin nahm nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in München im Jahr 2005 das Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel auf. Als Meisterschülerin von Prof. Urs Lüthi erlangte sie 2010 ihren künstlerischen Abschluss mit Auszeichnung. Für Angela Enders Skulpturen und Installationen bilden gefundene Alltagsgegenstände und Werkstoffe, welche sie beispielsweise auf der Straße oder bei Wohnungsauflösungen findet, die Ausgangsbasis. Im Zusammenspiel von gebrauchten Dingen, Farben, Formen und neu Hinzugefügtem entstehen neue Formfindungen und Montagen. Ihre Skulpturen stellen oft Organisches dar, etwa Pflanzen, Körper oder Mischwesen. Die Transformation und Wiederverwertbarkeit eines Materials, das durch künstlerische Beschäftigung einen neuen Sinn oder Wert erhält, wird so zum Ausdruck ihrer klaren, künstlerischen Bildsprache.
Pia-Maria Sauer (Musik)
Die im Jahr 1989 im osthessischen Hünfeld geborene Musikerin und Komponistin Pia-Maria Sauer absolviert derzeit ihr Lehramtsstudium für Musik und Mathematik an Gymnasien an der Universität Kassel. Mit ihrer eigenen inzwischen auch überregional erfolgreichen Band „Skabrot“, hat sie in Kassel im letzten Jahr das Publikum unter anderem beim Hessentag begeistert. Pia-Maria Sauer arbeitet kontinuierlich an weiteren Projekten mit unterschiedlichen Besetzungen und verschiedenen Ensembles. Ihre kompositorischen Arbeiten beinhalten Anklänge von Jazz und Funk ebenso wie von Klassik und Rock - in dieser musikalischen Bandbreite schafft sie Texturen und stellt Themenbezüge zu verschiedenen Lebensbereichen her. Mit ihrem Album „Natur-Bild-Klang“, bestehend aus Alt-, Baritonsaxophon und Tubax, zeigt sie eine andere Herangehensweise an Musik und verarbeitet ihre außermusikalischen Inspirationen in einem ganz neuen Klangraum.
Die diesjährigen Fördermittel in Höhe von insgesamt 11.000 Euro gehen an:
• AbsolventInnen der Kunsthochschule Kassel • AktionsTheaterKassel • Förderverein Minimal Music e. V. • Komponistinnen und ihr Werk • Kulturfabrik Salzmann e. V. • LICHT(e)WEGE - Team • rotopolpress • soundcheck-Kassel e. V. • SOZO visions in motion e. V. • Team 387
Kunstwerke im Wert von insgesamt 6.000 Euro für die Artothek werden angekauft von:
• Anja Köhne • Ann Schomburg • Robert Sturmhoevel • Frederick Vidal
Hintergrund
Die Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung fördert seit 1992 junge Künstlerinnen und Künstler der Bildenden Kunst und Musik durch den Kasseler Kunstpreis. Die Auszeichnung wird an Künstlerinnen und Künstler verliehen, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen und deren bisherige Arbeiten ein eigenständiges Profil und innovative Ansätze zeigen. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Fördermittel zur Unterstützung von künstlerischen Projekten und den Ankauf von Kunstwerken für die Artothek.
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