01. Mai 2014. Der Veterinärdienst der Stadt Kassel weist darauf hin, dass verhaltensauffällige oder tot aufgefundene Wildtiere nicht angefasst werden sollten. Anlass für diesen Hinweis ist ein Ereignis am Mittwoch in Kassel-Niederzwehren. Dort hatten Polizeibeamte einen krankheitsverdächtigen Waschbären erlegt. Medienberichten zufolge hatten zuvor einige Kinder den Waschbären gestreichelt. Bei dem Tier besteht der Verdacht, dass es mit dem Staupe-Virus infiziert sein könnte. Der Veterinärdienst der Stadt Kassel hat eine entsprechende Untersuchung des toten Waschbären in Auftrag gegeben.
Bei der Staupe handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die allerding nur für empfängliche Tiere gefährlich ist. Für den Menschen besteht kein Gesundheitsrisiko.
Da verhaltensauffällige oder tote Wildtiere aber auch andere Krankheitserreger tragen können, sollte man einen direkten Kontakt grundsätzlich vermeiden, rät der Veterinärdienst der Stadt Kassel. Da vom Veterinärdienst der Stadt Kassel bei verendet aufgefundenen Füchsen, Waschbären, Mardern und Dachsen - unabhängig von der Staupe - im Rahmen eines Monitoring-Programmes auch die Untersuchung auf andere Krankheiten veranlasst wird, sollten Totfunde der genannten Wildtiere beim Veterinärdienst der Stadt Kassel gemeldet werden. Kontakt: 0561/787-3330.
Für die Staupe empfänglich sind neben Hunden auch zahlreiche Wildtiere wie Füchse, Waschbären, Dachse, Marder und Frettchen. Bei empfänglichen Tieren kann die Krankheit in Abhängigkeit vom Alter entweder symptomlos verlaufen bzw. nur mit milden Symptomen einhergehen. Vor allem bei Jungtieren kann sie aber auch schwere Verlaufsformen annehmen, die bis zum Tode führen können. Bisher wurden im Stadtgebiet Kassel erst vergleichsweise wenige Wildtiere positiv auf Staupe getestet. Ein positiver Staupevirus-Nachweis bei Wildtieren ist grundsätzlich auch nichts Neues, da auch in der Vergangenheit in der empfänglichen Wildtierpopulation immer wieder positive Tiere gefunden wurden - dies betrifft nicht nur die nordhessische Region.
Aus amtstierärztlicher Sicht ist zu empfehlen, dass insbesondere jagdlich geführte Hunde sowie freilaufende Hunde konsequent gegen Staupe geimpft werden.
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