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Unna, den 05. Mai 2014

Themenabend "Integration in Unna" am 12. Mai in der Lindenbrauerei
Kreisstadt Unna. Vertreterinnen und Vertreter des Rates und des Integrationsrates der Kreisstadt Unna stellen sich den Fragen zu Wegen und Möglichkeiten für eine gelungene Integration.

Der Integrationsrat der Kreisstadt Unna lädt zu einem Themenabend „Integration in Unna“ ein. Die Veranstaltung in Form einer Podiumsdiskussion findet statt am

Montag, 12. Mai 2014, um 19.30 Uhr,
in der Lindenbrauerei (Schalander)

In einem lockeren Gespräch werden jeweils ein Vertreter/eine Vertreterin der im Rat vertretenen Parteien/Wählergemeinschaften die Standpunkte der jeweiligen Parteien zu den folgenden Themen diskutieren:
1. Bildung und Sprache als Schlüssel zu gelungener Integration
2. Neuzuwanderung (aus der EU)
3. Politische Initiativen gegen Diskriminierung und Rassismus sowie zur
    Gleichbehandlung aller Menschen
4. Senioren
5. Mehr Rechte für Migranten

  • Für die Podiumsdiskussion haben bereits zugesagt:
  • Michael Hoffmann, SPD
  • Franz Rottinger, CDU
  • Anna Ortmann, GAL - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Juan Jose Miguel Esclapez, FDP
  • Klaus Göldner, FLU/FW
  • Ksenija Sakelsek für den Integrationsrat der Kreisstadt Unna
  • Die Teilnehmerin/der Teilnehmer der Piratenpartei und der Partei „Die Linke“ stehen noch nicht fest.

Die Veranstaltung wird moderiert von Rita Weißenberg und musikalisch begleitet durch Heinz Bischoff.



Zu den Themen im Einzelnen:

 

TOP 1: Bildung und Sprache als Schlüssel zu gelungener Integration
Bildung und Sprache sind der Schlüssel zu einer gelungenen Integration und führen zu einer gesellschaftlichen Teilhabe.

1.    Inklusion
Inklusion geht davon aus, die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen in ihrer ganzen Vielfalt im gesamten Bildungssystem sicherzustellen. Dazu gehören auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Wie schaffen wir eine inklusive Schulpolitik, die an die Mehrsprachigkeit und die Kompetenz dieser Kinder anknüpft, in unterschiedlichen Kulturen zu leben? Damit könnte das Bildungswesen insgesamt bereichert werden im Sine eine Vorbereitung auf das Leben in der zusammenwachsenden einen Welt.
Dies könnte gelingen durch z.B.
•    Schulintegrationsstellen
•    Schulsozialarbeiter
•    Förderung natürliche Mehrsprachigkeit.
•    Seiteneinsteiger GO-In Schulen

2.    Übergänge
Für eine gelungene Integration ist die Unterstützung interkultureller Jugendliche beim Übergang Schule-Beruf ein weiterer wichtiger Aspekt.

TOP 2: Neuzuwanderung (aus der EU)
Migration und Zuwanderung ist ein permanenter Prozess, der seinem Abschluss nicht mit der klassischen Arbeitsmigration (Gastarbeiter) oder mit späteren Heiratsmigration fand. Auch Armutsmigration innerhalb und außerhalb der EU gehört dazu.  Das stellt eine gesellschaftliche Normalität dar, auf die wir uns einrichten müssen.
Die Europäische Union hat der Bundesrepublik Deutschland 7 Jahre Zeit  gegeben, um das hiesige Sozialsystem  und den Arbeitsmarkt auf die EU-Erweiterung einzustellen.
Themen könnten hier sein z.B.
•    Vermittlung von Beratungsangeboten und Angeboten zum Spracherwerb heraus, um die
      Integration zu befördern.
•    Information über Rechte und Pflichten in Deutschland
•    Beschulung der Seiteneinsteiger-Kinder
•    Unterstützung beim Finden von angemessen ausgestattetem Wohnraum

TOP 3: Politische Initiativen gegen Diskriminierung und Rassismus sowie zur Gleichbehandlung aller Menschen
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft kommt und sich in vielen Erscheinungsformen manifestiert. Es gilt, diesen Erscheinungsformen rechtzeitig und konsequent zu begegnen z.B. durch
•     Interkulturelle Öffnung
•     Runder Tisch gegen Gewalt und Rassismus

TOP 4: Senioren
Vor rund 50 Jahren kamen die ersten „Gastarbeiter“ nach Deutschland. Die meisten von ihnen ließen sich gemeinsam mit ihren Familien in der Bundesrepublik Deutschland nieder. Inzwischen sind diese Pioniere der modernen Arbeitsmigration im Ruhestand. Sie sind mit den Chancen und Problemen des Alters konfrontiert. Den besonderen Bedürfnissen und Problemen älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gilt es im Sinne der Chancengerechtigkeit im Alter Rechnung zu tragen z.B. durch
•   Nutzung der Potenziale dieser Menschen sowie Förderung ihrer sozialen, kulturellen und 
     wirtschaftlichen Integration
•    die Entwicklung von neuen kultursensiblen Dienstleistungen, zum Beispiel in den Bereichen 
      Wohnen, Pflege, Bildung, Freizeit, Kultur
•    Kultursensible und biografieorientierte Pflege

TOP 5: Mehr Rechte für Migranten
Durch gesetzliche Veränderungen könnte die Integration von Migranten erleichtert werden, z.B.
•    Kommunalwahlrecht für Ausländer
•    Doppelte Staatsangehörigkeit für alle Ausländer



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