Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geht in die nächste Runde
Seit dieser Woche
Seit dieser Woche lässt der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg eine präventive Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an rund 600 Eichen im gesamten Stadtgebiet vornehmen. Neben einzelnen Friedhöfen konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem auf den Herrenkrugpark, den Stadtpark und Rothensee. Die biologische Bekämpfung erfolgt durch eine Spezialfirma und wird rund zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Ziel ist es, das Vorkommen des Schädlings und somit die davon ausgehende Gefahr im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitestgehend zu minimieren. „Ein vollständiger Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner ist zwar auch mit einer weiträumigen Bekämpfung nicht gewährleistet, jedoch zeigt sich, dass sich der Bestand und damit die von den Raupen ausgehende Gefahr merklich reduziert haben“, so Simone Andruscheck, Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg. „Im vergangenen Jahr mussten wir noch an rund 1000 Eichen vorsorgliche Maßnahmen einleiten. In diesem Jahr sind es nur noch rund 600 Bäume.“
Ende Mai 2012 war erstmals eine vorbeugende biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgenommen worden. Im Rahmen der Präventivmaßnahme wurden die betroffenen Eichen im Stadtgebiet mit einem Bakterienextrakt besprüht, das von den Larven durch die Nahrung aufgenommen wird und somit die Entwicklung des Schädlings hemmt. Diese präventive Methode zielt auf das erste und zweite Entwicklungsstadium der Eichenprozessionsspinner ab. In dieser Phase haben die Larven noch keine flugfähigen Gifthaare.
Die Maßnahme war insoweit erfolgreich, dass nach der Behandlung abgestorbene Raupen festgestellt werden konnten. Die Erfolgsquote der eingesetzten Methode liegt im Allgemeinen bei rund 65 bis 85 Prozent. Dennoch waren in den vergangenen Jahren bei Nachkontrollen nach der präventiven Bekämpfung Nester des Schädlings an Stieleichen entdeckt worden. Diese wurden dann im Sommer manuell abgesaugt.
Das manuelle Absaugverfahren kam in der Landeshauptstadt Magdeburg erstmals im Sommer 2011 zum Einsatz. Bei diesem Verfahren werden die mit Raupen und Brennhaaren gefüllten Nester durch ein Spezialunternehmen zunächst abgesaugt und dann entsorgt.
Trotz der aktiven Bekämpfung und des zu verzeichnenden Erfolgs wird grundsätzlich empfohlen, die betroffenen Areale zu meiden. Diese sind in der Ottostadt durch Absperrungen gekennzeichnet. Außerdem sollten die Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berührt werden.
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