14. Mai 2014. An den viele Jahre in Kassel lebenden und arbeitenden Juristen und Schriftsteller Ernst Koch (1808 – 1858) erinnert im Henschelgarten auf dem Weinberg ab sofort eine Gedenktafel. Oberbürgermeister Bertram Hilgen weihte sie jetzt gemeinsam mit den Initiatoren in unmittelbarer Nähe der Baustelle für die künftige Grimmwelt Kassel ein. Hilgen: „Wo, wenn nicht hier auf dem Weinberg, könnte man dem Wirken Ernst Kochs mehr Anerkennung zollen.“
Koch – nach seinem Jurastudium am Obergericht Kassel tätig - war Zeitgenosse der Brüder Grimm. In seinem im Jahr 1834 in Kassel verfassten Lyrikband „Prinz Rosa Stramin“ ließ er sich durch die Aussicht von der südlichen Hangseite des Weinbergs über die Stadt inspirieren. Den Felsenkellern, der Kirschblütenplantage, der Stimmung auf und unterhalb des Weinbergs setzte er ein literarisches Denkmal. Kochs Werk wurde seinerzeit sogar als „eine Art Nationaldichtung für Hessen“ gepriesen. In Kassel trägt im Stadtteil Wehlheiden bereits eine Straße seinen Namen.
Vor über 20 Jahren hat Klaus Beckenbach, der zum Beirat des Vereins „Freunde des Stadtmuseums“ gehört, auf einem Flohmarkt das Buch „Prinz Rosa Stramin“ entdeckt. Bei einem Besuch im Stadtarchiv Kassel stieß er auf eine Kiste mit Material zu Ernst Koch – das weckte den Forschergeist in ihm. Recherchen führten ihn bis nach Luxemburg, Österreich und Italien. 2008 und 2013 publizierte er Artikel zu Ernst Koch. Es war dann der „Weinbergforscher“ Heinz Körner, der erstmals ein Denkmal auf dem Weinberg für Ernst Koch vorschlug.
Der Entwurf für die Gedenktafel stammt vom Kasseler Studenten Florian Seemüller. Auch der Ortsbeirat Mitte sowie der „Freundeskreis Historischer Weinberg“ haben sich für die Gedenktafel ausgesprochen, die schließlich von der Stadt unter anderem mit Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst realisiert wurde.
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Einweihung Gedenktafel
Im Bild von links: Florian Seemüller, Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Klaus Beckenbach. (c) Stadt Kassel; Foto: Sascha Stiebing
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