Gesundheitsamt gibt Empfehlungen zum Schutz vor Hitze

20. Mai 2014. Hochsommerliche Temperaturen sind in den kommenden Tagen auch in Kassel zu erwarten. Dass dies nicht immer ungefährlich ist, davor warnt das Gesundheitsamt Region Kassel. Doch mit dem richtigen Verhalten, lässt sich Hitze besser ertragen. Wie man am besten mit den frühsommerlichen Temperaturen der nächsten Tage zurechtkommt, dazu gibt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, wertvolle Tipps:

• Ausreichend Schattenplätze suchen, nicht über Stunden in die direkte Sonne gehen, genügend Pausen einlegen, ausreichend Sonnencreme auftragen (mindestens Lichtschutzfaktor 15)

• Den Körper kühl halten und auf ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr achten. Das heißt: Wasser, verdünnte Fruchtsäfte, Früchtetee trinken • Koffeinzufuhr sollte eingeschränkt werden. Wenn Wein, Bier oder andere Alkoholika getrunken werden, immer auch Wasser dazu trinken

• Eiskalte Getränke bringen nichts, sondern lassen nur noch mehr schwitzen

• Kleine, verdauliche und vitaminreiche Mahlzeiten zu sich nehmen

• Helle, luftige Kleidung tragen, möglichst auch eine Kopfbedeckung

• Zwischendurch immer mal erfrischen, zu Hause eine kühle Dusche oder ein kühles Bad nehmen

• Niemals Kinder, gesundheitlich beeinträchtigte Personen oder Tiere in einem parkenden Auto zurücklassen - auch nicht für kurze Zeit

„Extreme Hitze birgt besondere gesundheitliche Gefahren. Vor allem der rasche Temperaturumschwung ist für alte und kranke Menschen besonders belastend, da der Körper sich nicht schnell genug an die hohen Temperaturen anpassen kann“, erläutert Dr. Müller.

Da durch vermehrtes Schwitzen wichtige Mineralstoffe aus dem Körper geschwemmt werden und Flüssigkeit verloren geht, kann es zu Kreislaufstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfungs- und Schwächegefühl sowie zu Muskelkrämpfen kommen.

In Extremfällen kann der Flüssigkeitsverlust zu Fieber führen, das für ältere Menschen und Kleinkinder lebensgefährlich werden kann. „Das Wichtigste ist, ausreichend zu trinken, dabei aber Alkohol und Koffein möglichst vermeiden.

Weiter wird dazu geraten, die Wohnung möglichst kühl zu halten und nur morgens und abends zu lüften, Aktivitäten im Freien ebenfalls auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken sowie Sonnenschutzmittel und Sonnenhüte zu benutzen.

Das Gesundheitsamt ruft die Menschen dazu auf, besonders auf ihre Mitmenschen zu achten. „Klingeln Sie ruhig mal bei der netten älteren Dame nebenan, sie wird sich freuen", so Dr. Müller. Auf keinen Fall dürften Tiere, Kinder, ältere oder schwache Menschen in geparkten Autos zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit, mahnt die Amtsleiterin.

„Eine gute Methode, sich anstrengende Wege durch die Hitze zu ersparen ist, die Lieferdienste von Geschäften und Apotheken zu nutzen", fügt Dr. Müller hinzu. Bei gesundheitlichen Problemen oder Bedenken solle man sich auch vorbeugend ruhig an den Hausarzt wenden. Dieser könne dann Maßnahmen treffen, falls nötig.

Für Fragen steht die Telefonhotline des Gesundheitsamtes Region Kassel unter 0561 – 1003 1982 zur Verfügung.

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