05. Juni 2014.
Als beherzte Frau, die unglaublich viel ertragen und dennoch entschlossen am Aufbau eines sozialen Gemeinwesens in Kassel mitgewirkt habe, hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen die frühere Stadträtin Else Mösta gewürdigt. Die Tochter des Kasseler Ehrenbürgers Rudolf Freidhof (1888 bis 1983) ist am 29. Mai im Alter von 100 Jahren in Kassel gestorben.
Ihr Leben spiegele in außergewöhnlicher Weise die Schattenseiten des 20. Jahrhunderts wider: Geboren im Kriegsjahr 1914, wurde ihr Vater 1933 als aktiver Sozialdemokrat von den Nazis verhaftet, mit einem Berufsverbot belegt und zeitweise in Konzentrationslagern interniert. Möstas Ehemann kam 1942 bei einem Bombenangriff auf Kassel ums Leben, als er schwerverletzt im Lazarett Lindenberg lag. Das Lebensmittelgeschäft ihrer Mutter in Rothenditmold, in dem sie tätig war, wurde 1945 bei einem Luftangriff zerstört.
Trotz und gerade wegen dieser Schicksalsschläge setzte sich Else Mösta nach dem Ende der Naziherrschaft aktiv für den Aufbau eines demokratischen Gemeinwesens ein. Bereits seit 1930 Mitglied der SPD, engagierte sie sich unter anderem 20 Jahre lang in der Seniorenarbeit.
1968 wurde Else Mösta in den Magistrat der Stadt Kassel gewählt. Als ehrenamtliche Stadträtin wirkte 13 Jahre lang in dem Kollegialorgan an der Spitze der Verwaltung in besonderer Weise an städtischen Angelegenheiten mit. Die Stadt Kassel zeichnete sie 1981 mit der Stadtmedaille aus.
„Wir danken ihr für ihr beständiges Wirken für ein demokratisches und soziales Kassel und werden Else Mösta nicht vergessen“, so der Kasseler Oberbürgermeister.
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