18. Juni 2014. Mit der neuen GRIMMWELT Kassel entsteht zurzeit ein Ausstellungshaus, in dem der Kosmos der Brüder Grimm auf anregende und innovative Weise präsentiert wird – multimedial, mitmachorientiert und wissenschaftlich zugleich. Als begehbare Skulptur spielt das auf dem Kasseler Weinberg entstehende Gebäude mit seiner Treppenform eine zentrale Rolle. Nach dem Abschluss der Rohbauarbeiten wurde am Mittwoch, 18. Juni 2014, Richtfest gefeiert und damit ein wichtiger Meilenstein des Vorhabens erreicht.
„Es ist ein gutes Zeichen und überaus erfreulich, dass wir diese wichtige Etappe zügig erreicht haben und die GRIMMWELT Kassel in so kurzer Zeit gut sichtbare Fortschritte macht. Wir gehen davon aus, dass das Ausstellungshaus im Sommer des kommenden Jahres seine Pforten öffnen kann“, sagte Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen.
Ein Haus mit 2550 Quadratmetern Nutzfläche, davon 1600 Quadratmeter für die neue Grimm-Präsentation, ist seit dem Spatenstich am 21. August 2013 in unmittelbarer Nähe zur Kasseler Innenstadt, doch umgeben von altem Baumbestand inmitten einer Parklandschaft emporgewachsen. Stadtbaurat Christof Nolda erklärte: „Gute, vorausschauende Planungen und die Umsetzung mit zuverlässigen Partnern unter der Leitung des städtischen Amtes für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung haben zu diesem erfolgreichen ersten Abschnitt auf dem Weg zur GRIMMWELT Kassel geführt. Nach der Fertigstellung des Rohbaus haben bereits die Ausbau- und Technikgewerke ihre Arbeit aufgenommen. Wenn alles nach Plan läuft, werden Anfang 2015 die Arbeiten am Gebäude beendet sein. Der dann folgende Einbau und die Einrichtung der Ausstellung dauert bis zur geplanten Eröffnung im Sommer 2015.“
Treppenform als Verbindung von Gebäude und Park
Der vom renommierten Architektenbüro kadawittfeldarchitektur aus Aachen entworfene Bau bewahrt die besondere Atmosphäre des Parks, der von alten steinernen Treppenanlagen, Mauerfragmenten, Pergolen und grünen Terrassen geprägt ist. Die Stufenform des Hauses setzt die Thematik des Parks fort, eine sanft ansteigende breite Treppenanlage erschließt die begehbare Dachfläche von außen. Im Innern des Gebäudes sind verschiedene Ebenen (Split-Level) entstanden, die für die Präsentation der Grimm-Ausstellung wichtige Sichtbeziehungen herstellen und Raum für die neue Grimm-Präsentation, Sonderausstellungen sowie die Vermittlung bieten.
Großzügige Raumgestaltung, helle Farben und ein atemberaubender Blick
Großzügige Dimensionen und weite, überwiegend stützenlose Räume prägen das Ausstellungshaus, ermöglicht durch die Bauweise mit Beton-Fertigteilelementen mit Spannweiten bis zu 21 Meter. Das Foyer durchzieht das Gebäude als langgestreckter Raum, der auf die verschiedenen Ausstellungsebenen und das Besuchercafé führt. Dort bietet eine raumhohe, zu öffnende Glasfassade in der Südwand einen atemberaubenden Blick auf den umgebenden Park, die am Fuße des Weinbergs liegenden Stadtteile und die sanft geschwungene nordhessische Berglandschaft.
Alle Ebenen der GRIMMWELT Kassel sind vom Foyer aus mit einem Aufzug erschlossen, auch das begehbare Dach ist durch einen weiteren Aufzug barrierefrei zu erreichen.
Die Farbigkeit der Parklandschaft wird sich später auch im Inneren durch die Materialien, den hellen Terrazzo-Boden und hell gestrichene Innenwände fortsetzen. Die Außenwände werden in Anlehnung an die örtlichen Böschungswände und Mauern mit Kalkstein (Gauinger Travertin) gestaltet. Insgesamt wird sich das Gebäude mit seiner hellen, leicht beigen Fassade in seine Umgebung einfügen und eine einladende und freundliche Atmosphäre ausstrahlen.
Der Fenstereinbau sowie die Dachabdichtungsarbeiten haben bereits begonnen, auch die Natursteinfassadenarbeiten beginnen in Kürze.
Ausstellung zur GRIMMWELT ab 28. Juni im Palais Bellevue
„Die Planungen der Ausstellung sind ebenfalls weit vorangeschritten, wir werden den Vorhang ein wenig lüften und schon jetzt Lust auf das machen, was ab dem kommenden Jahr zu sehen sein wird“, verriet Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier. Dazu kündigte die Projektleiterin der GRIMMWELT Kassel, Susanne Völker, die Ausstellung „Baustelle GRIMM“ an, die bereits am Freitag, 27. Juni 2014, um 18 Uhr im Palais Bellevue von Oberbürgermeister Hilgen eröffnet wird. Die Ausstellung führt in die großen Themen der GRIMMWELT Kassel ein, gewährt Einblicke in die Ausstellungskonzeption und informiert über weitere Details der Architektur. „Da die Fortschritte in der Errichtung des Gebäudes gut sichtbar sind und natürlich neugierig machen, ist es nun an der Zeit, über den bisherigen und weiteren Projektverlauf zu informieren und erste Einblicke in die geplante Ausstellung zu geben“, erläuterte Völker.
Kostenplanungen eingehalten
Die für die Erstellung des Bauwerks notwendigen Bauleistungen - ohne die Kosten für die Umsetzung der Ausstellungsgestaltung - sind zu 95 Prozent vergeben. Die vergebenen Aufträge liegen innerhalb des Budgets, das Kostenziel ist bisher eingehalten. Die Aufträge für die ausführenden Firmen der Ausstellungsgestaltung werden bis zum Herbst dieses Jahres vergeben werden.
Bis zum Richtfest wurden bereits mehr als 5 Millionen Euro für Planung und Bau verausgabt.
Insgesamt sind für das Projekt GRIMMWELT Kassel Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro veranschlagt, davon werden 12 Millionen Euro von der Stadt Kassel getragen. Das Projekt wird mit europäischen Zuschüssen (EFRE) in Höhe von 6 Millionen Euro gefördert, das Land Hessen unterstützt das Projekt darüber hinaus mit 2 Millionen Euro.
Beteiligte Firmen
Für die fachlichen Planungen der GRIMMWELT KASSEL sind folgende Büros beauftragt: • Architekten: kadawittfeldarchitektur, Aachen • Tragwerksplanung: Bollinger Grohmann, Frankfurt • Technische Gebäudeausstattung: Inros Lackner, Rostock und Hamburg • Baugrundgutachten: Ing.-Büro Kratzenberg, Kassel • Bauphysik: TOHR, Bergisch-Gladbach • Brandschutz: Neumann Krex & Partner, Niestetal • Mit der Projektsteuerung für das Gebäude ist das Büro DU Diederichs, Wuppertal, beauftragt. • Die Ausstellungsgestaltung wird durch das Büro Holzer Kobler, Berlin, geplant.
Bis zum Richtfest sind folgende Firmen direkt am Bau beteiligt gewesen: • Baugrube: Fa. Herrmanns • Rohbau: Fa. Ihb Produkt GmbH, Schleusingen • Dachdichtung: Fa. Schumann, Kassel • Naturstein: Fa. Lauster, Stuttgart
Weitere Informationen zur GRIMMWELT Kassel unter http://www.stadt-kassel.de/projekte/grimm-welt/.
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