Raupen des Eichenprozessionsspinners werden abgesaugt
Diese und nächste Woche
Seit Beginn dieser Woche lässt der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) von einer Spezialfirma eine manuelle Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an Eichen im Stadtgebiet vornehmen. Die Arbeiten sind notwendig, weil bei Nachkontrollen im Anschluss an eine im Mai vorgenommene Bekämpfungsmaßnahme ein Befall an rund 150 Eichen in der Ottostadt festgestellt wurde.
Mit einem speziellen Verfahren werden derzeit die Schädlinge und ihre Gespinste abgesaugt. Die Raupen, deren giftige Brennhaare bei Kontakt mit der Haut oder den Atemwegen starke allergische Reaktionen auslösen können, werden im Anschluss fachgerecht entsorgt.
Betroffen sind Eichen im gesamten Stadtgebiet und auf den kommunalen Friedhöfen der Landeshauptstadt. Neben dem Nord-, Süd- und Ostfriedhof konzentriert sich diese zweite Stufe der Bekämpfung vor allem auf den Herrenkrugpark, den Stadtpark und Rothensee. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen in Anspruch nehmen.
Bereits im Mai erfolgte die erste Stufe der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Dabei wurden eine vorbeugende biologische Bekämpfung der Raupen durchgeführt und die betroffenen Eichen mit einem biologischen Wachstumsregulator besprüht. Dieser hat den Entwicklungsprozess der Larven unterbrochen. Die präventive Methode zielte auf das erste und zweite Entwicklungsstadium der Eichenprozessionsspinner ab. Eingesetzt wurde ein biologisches insektentoxisches Bakteriumextrakt, das von den Larven durch die Nahrung aufgenommen wird und somit die Entwicklung des Schädlings hemmt. In dieser Phase der Bekämpfung im Mai hatten die Larven noch keine flugfähigen Gifthaare entwickelt.
Ziel des Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe ist es, das Vorkommen des Schädlings in Magdeburg und somit die davon ausgehende Gefahr im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitestgehend zu minimieren.
Trotz der aktiven Bekämpfung sollten die betroffenen Areale grundsätzlich gemieden werden. Diese sind in Magdeburg durch Absperrungen gekennzeichnet. Zudem sollten die Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berührt werden.
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