17. Juli 2014. Es ist ein demokratisches Recht, wenn Menschen bei Demonstrationen für die Rechte der Palästinenser eintreten genauso wie für das Recht Israels, in sicheren Grenzen zu leben, erklärt Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Wir können hier in Kassel nicht den Nahostkonflikt lösen“, sagt Hilgen. „Aber ich fordere dazu auf, dass unterschiedliche Auffassungen dazu friedlich und respektvoll kundgetan werden.“
Oberbürgermeister Hilgen erinnert daran, dass in den 90er Jahren die Vertreter Israels und Palästinas vereinbarten, dass es zwei Staaten geben soll, die so friedlich miteinander umgehen, wie heute Deutsche und Polen. Dafür hatten sie den Friedensnobelpreis bekommen.
Hilgen: „Angesichts der Ermordung Millionen europäischer Juden aufgrund einer verbrecherischen Politik in Deutschland 1933-1945 bin ich dankbar, dass wir heute wieder eine engagierte jüdische Gemeinde in Kassel haben. Deren Gotteshaus genießt unseren besonderen Schutz. Es ist Teil unserer religiösen Stadtgesellschaft und Begegnungsstätte wie Kirchen und Moscheen.“
Für alle weiteren Demonstrationen zum Nahostkonflikt appelliert Oberbürgermeister Hilgen an alle Beteiligten, den Weg der Friedfertigkeit zu wahren und auch bei den gerufenen Parolen und Stellungnahmen im Internet den Respekt vor den Andersdenkenden nicht zu vergessen. Antisemitische Äußerungen seien nicht zu akzeptieren.
Oberbürgermeister Hilgen wird an diesem Freitag an dem Gottesdienst der jüdischen Gemeinde teilnehmen, um seine Solidarität mit der Gemeinde auszudrücken. Er wird dort wie auch beim Fastenbrechen zum Ende des Ramadan Ende Juli für einen weiteren respektvollen Umgang der Religionsgemeinschaften miteinander eintreten.
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