Gewässer-Ausbau der Prester-Gräben beendet
Hochwasser-Nachsorge in Ostelbien
Der Gewässerausbau der Gräben E und F sowie des Prester-Verbindungsgrabens ist beendet. Die Gräben wurden auf einer Gesamtlänge von rund 3.100 Metern ausgebaut. Zudem wurden 21 Durchlassbauwerke erneuert. Diese waren ein Hauptgrund der Abflussprobleme in dem Gebiet der drei Gräben. Durch die beendeten Arbeiten kann die Vernässung von Grundstücken in diesem Einzugsbereich reduziert werden.
„Insgesamt wurden in diesen ersten Abschnitt zum Gewässerausbau des Furtlagengrabensystems 1,6 Mio. Euro investiert“, so der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung Holger Platz. „Seit Januar dieses Jahres erfolgen bereits die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt“.
Dabei werden ein Entlastungsgraben vom Graben A zu Hermickes Kiesloch geschaffen und der Graben H ausgebaut. Schwerpunkt des zweiten Bauabschnitts ist eine Rohrleitung vom Puppendorfer Weg in die Furtlake: Auf einer Länge von rund 830 Metern sollen vor allem das bei Hochwasser anfallende Drängewasser und von unten drückendes Grundwasser auf dem schnellsten Weg in die Furtlake abgeleitet werden. Das führt zu einer Entlastung der Altläufe und der bebauten Gebiete am Furtlakengrabensystem.
Im Zuge der Arbeiten des 2. Bauabschnitts, die voraussichtlich im Herbst enden, wird als artenschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme ein Ausweichquartier für Fische und Amphibien geschaffen.
Der Start für den Ausbau des Steingrabens mit dem Schöpfwerk hängt vom Verlauf des Planfeststellungsverfahrens ab. Der Antrag für das Verfahren wurde im vergangenen Jahr vom Unterhaltungsverband Ehle/Ihle als Vorhabenträger eingereicht.
Der letzte Bauabschnitt für das Furtlakengrabensystem wird ab dem Jahr 2015 realisiert. Dazu gehören der Ausbau des Faulen Seegrabens, der Gräben A, B, C, G, Neugrüneberg und eines weiteren Bereiches des Grabens H.
Die Gesamtinvestition beträgt rund zwölf Mio. Euro. Darin eingeschlossen sind auch die Kosten für die Planung. „Ziele des Ausbaus sind die Gewährleistung der Oberflächenentwässerung und eine Minimierung der Vernässung von privatem und öffentlichem Eigentum sowie auf landwirtschaftlichen, gewerblich und industriell genutzten Flächen“, betont Holger Platz. „Erst nach Umsetzung aller Teilmaßnahmen kann das natürliche Grundwasserniveau wieder schneller erreicht werden als bislang. Damit wird sich die hydraulische Gesamtsituation des ostelbischen Polders entspannen.“
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