11. August 2014. In Kassel tut sich was beim Thema Klimaschutz und Energieeffizienz. „Klimaschutz ist in den Kommunen ein Thema, das an Bedeutung gewinnt. Deswegen werden wir bei der Stadt Kassel zusätzlich einen Klimaschutzmanager einstellen, der uns bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts weiter voranbringen wird“, betonte Stadtbaurat Christof Nolda.
Diese Botschaft konnte auch Manuela Nutz vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel den Mitgliedern des Ortsbeirats Bettenhausen in der vergangenen Woche mitteilen. Anlass war der Zwischenbericht zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzepts für die Stadt Kassel, bei dem der Stadtteil Bettenhausen ein Schwerpunktstadtteil war und sich aktiv an der Konzeptentwicklung beteiligte.
So wurde der CO2-Ausstoß seit 2007 von rund 1,7 Millionen Tonnen auf knapp über eine Million Tonnen im Jahr 2012 gesenkt. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich die Aktivitäten der Städtische Werke AG, zum Beispiel durch Einkauf von Wasserkraft-Strom oder die Umstellung auf eine CO2-neutrale Versorgung der Straßenbahnen. „Jetzt liegt es an uns allen, die Bilanz noch weiter zu verbessern“, so Nutz.
Die Stadt Kassel ist hierfür mit der Abteilung für Klimaschutz und Energieeffizienz im Umwelt- und Gartenamt hervorragend aufgestellt. „Bei uns sitzen Experten aus Umwelt- und Ingenieurswissenschaften, die ihre Arbeit als Querschnittsaufgabe sehen“, sagt Amtsleiterin Regula-Maria Ohlmeier. Und diese Aufgabe ist durchaus vielfältig: Derzeit wird beispielsweise zusammen mit der Universität Kassel ein Konzept vorbereitet, wie der städtische Grünschnitt zukünftig energetisch genutzt werden kann. Und auch beim Verkehrsentwicklungsplan und dem Austausch der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Leuchtmittel spielt der Klimaschutz eine bedeutende Rolle.
Letztendlich sind auch die Bürger aktiv in den Prozess eingebunden: Zusammen mit der Verbraucherzentrale läuft bereits seit 2013 das Projekt „Neustart fürs Klima“ mit vielen Klimaschutzangeboten für Zuzügler. Und mit dem „StromsparcheckPLUS“ unterstützt die Stadt vor allem einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen.
Dass die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts bereits auf einem guten Weg ist, zeigt sich besonders im Stadtteil Bettenhausen. Hier wurde als eine der ersten Maßnahmen das energetische Quartierskonzept „Südliche Eichwaldsiedlung“ erstellt. Die Resultate sind beeindruckend: Die Bewohner könnten in ihren Häusern 50 bis 60 Prozent der Energiekosten durch energetische Sanierungsmaßnahmen einsparen, würden die Investitionen innerhalb von 15 bis 20 Jahren wieder ausgleichen und danach zusätzlich Geld einsparen. Um dies zu erreichen, erarbeitet die Stadt Kassel derzeit eine Umsetzungsstrategie: Kern wird dabei ein Sanierungsmanager sein, der zusammen mit Experten für sanierungswillige Bewohner maßgeschneiderte Sanierungspakete erstellt und sie tatkräftig unterstützt und berät. Für Stadtbaurat Nolda der erneute Beweis für die Sinnhaftigkeit von Klimaschutzmaßnahmen: „Klimaschutz ist etwas, von dem alle etwas haben: Die Umwelt, die regionale Wirtschaft und der Geldbeutel.“
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