22. August 2014.
Als „Mann des demokratischen Neubeginns in Kassel und des Aufbaus des Stadtteils Süsterfeld-Helleböhn“ haben Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich den Stadtältesten Fritz Kistner gewürdigt. Der langjährige Stadtverordnete, Stadtrat und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher ist jetzt im Alter von 80 Jahren verstorben. „Mit Fritz Kistner verliert die Stadt einen Kommunalpolitiker mit großem sozialem Engagement und Gestaltungswillen“, so Hilgen und Friedrich.
Kistners Kindheit in der Zeit der Nazidiktatur war besonders vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Die Bombenangriffe habe er nur mit viel Glück überlebt, sagte er einmal. In den Gründerjahren der Bundesrepublik legte der Sohn eines Henschelschlossers dann auf dem zweiten Bildungsweg die Mittlere Reife ab und schlug eine Verwaltungslaufbahn ein, die er als Abteilungsleiter und Referent für das Leistungswesen bei der Land- und Fortwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft beendete.
Schon als Jugendlicher setzte er sich ehrenamtlich ein. So wirkte er seit 1947 bei der Sozialistischen Jugend Deutschland „Die Falken“ mit, zuerst als Gruppenleiter, später auch Bezirks und Landesvorsitzender. Unter anderem organisierte er auch zahlreiche Freizeiten mit Jugendlichen. Hier wie auch in seinem weiteren gesellschaftlichen und politischen Engagement hatte er in seiner Ehefrau Margret stets eine Mitstreiterin an seiner Seite.
Für seine Partei, die SPD, war Kistner vielfach aktiv und von 1960 bis 1993 in der Stadtverordnetenversammlung vertreten, unterbrochen nur von einer fünfjährigen Zeit als ehrenamtlicher Stadtrat im Magistrat. Von 1985 bis 1993 fungierte er als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. In seinen kommunalpolitischen Funktionen konnte er an bedeutenden Entscheidungen für seinen Stadtteil mitwirken, so etwa an der Einrichtung des Olof-Palme-Hauses 1964 oder dem Projekt der documenta urbana (ab 1982). „Manches misslang, aber vieles ist auch gelungen, darauf bin ich zu Recht stolz“, lautete sein Fazit über diese Jahre in einem Rückblick 2013. Die Stadt Kassel ernannte ihn 1993 zum Stadtältesten und zeichnete ihn für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken mit der Stadtmedaille aus.
Mit seiner großen Tatkraft habe er andere angesteckt, auch seine Familie. Dieser gelte die tief empfundene Anteilnahme der Stadt, sagten der Oberbürgermeister und die Stadtverordnetenvorsteherin: „Wir danken Fritz Kistner für seinen Einsatz und werden ihn in guter Erinnerung behalten.“
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